Lage und Einordnung
Der Wohlfahrtsberg ist eine Einzellage in der Gemeinde Löwenstein im Weinbaugebiet Württemberg. Die steilen Weinberge liegen an den Hängen der Löwensteiner Berge oberhalb des Sulmtals und reichen bis auf etwa 380 Meter. Die Bezeichnung ist bereits auf einer historischen Flurkarte von Löwenstein aus dem Jahr 1834 dokumentiert.
Weinrechtliche Einordnung und Standort
Der Wohlfahrtsberg war mit der früheren Großlage Salzberg verbunden. Die zuständige Behörde leitete 2024 die Umbenennung dieser Großlage in Breitenauer See ein und gab sie anschließend bekannt; der Wohlfahrtsberg bleibt eine Einzellage in Löwenstein. Für den Standort werden ein mildes Klima, vergleichsweise hohe Niederschläge und von dem nahe gelegenen Breitenauer See beeinflusste Abendwinde beschrieben.
Böden und Rebsorten
Dokumentiert sind Böden aus Gipskeuper und Unteren Bunten Mergeln. In einzelnen Parzellen kommen außerdem Mergel und Stubensandstein vor, sodass die Bodenverhältnisse innerhalb der Lage variieren. Am Wohlfahrtsberg stehen unter anderem Lemberger, Riesling, Trollinger, Spätburgunder, Acolon, Weißburgunder, Silvaner und Cabernet Mitos. Die Parzellen liegen in unterschiedlichen Höhen und werden entsprechend der jeweiligen Rebsorte bewirtschaftet.
Weine und Bewirtschaftung
Die lagebezogenen Beispiele umfassen trockene Rotweine, insbesondere aus Lemberger und Cabernet Mitos, sowie trockene Weißweine aus Weißburgunder und Silvaner. Für einen Cabernet Mitos vom Wohlfahrtsberg sind späte Lese, verlängerte Maischezeit und der Ausbau in Barriques dokumentiert. Die Lagenweine des Weinguts Bihlmayer reifen überwiegend in Barriques oder Tonneaux; einige Gutsweine werden in großen Holzfässern ausgebaut. Zwischen den Rebzeilen sorgt dort eine dauerhafte Begrünung für Lebensraum nützlicher Organismen und soll den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduzieren.