Lage und Landschaft
Der Teufelskeller ist eine Einzellage in Randersacker in der fränkischen Weinbauregion Franken. Die Lage erstreckt sich zwischen den Weinbergsbereichen Hohbug und Pfülben entlang des Maintals. Sie liegt an einem steilen Prallhang beziehungsweise in einer Geländeeinschneidung mit südlicher bis süd-südwestlicher Ausrichtung, etwa 180 bis 270 Meter über dem Meeresspiegel und mit Hangneigungen von rund 40 bis 90 Prozent.
Boden und Flächen
Der Teufelskeller liegt auf Oberem bis Mittlerem Muschelkalk mit Eiseneinlagerungen. Beschrieben werden außerdem steinige, karstige Verwitterungsböden und Einschlüsse von Eisenoxiden im anstehenden Gestein. Die klassifizierte Fläche umfasst 31 Hektar. Zur heutigen Lage gehören die früheren Weinbergsbereiche Hohbug und Teufelskeller; 1975 wurde eine Flurbereinigung durchgeführt.
Rebsorten und Weine
Als klassifizierte Rebsorten sind Silvaner und Riesling verzeichnet. Historisch sind im Teufelskeller außerdem Traminer und Bukettrebe dokumentiert. Trockene Lagenweine gibt es aus Silvaner, Riesling und Chardonnay. Der Teufelskeller ist als VDP.ERSTE LAGE® eingestuft.
Name und Geschichte
Historische Bezeichnungen der Weinlage sind Tiufelskeller aus dem Jahr 1284, Tufelskeller aus dem Jahr 1350 und Deuffelßkeller um 1580. Die Namensherkunft wird mit der Würzburger Patrizierfamilie Tuefel beziehungsweise Teufel sowie mit „Kehle“, einer älteren Bezeichnung für eine Geländeeinschneidung, verbunden. Balthasar Neumann besaß im Bereich des Teufelskellers einen Weinberg und ließ dort um 1745 zum Schutz vor Hochwasser eine Mauer errichten; dafür erhielt er laut der örtlichen Darstellung eine zehnjährige Befreiung vom Zehnt.