Lage und Einordnung
Sülzenberg ist eine Einzellage in Oberdollendorf, einem Stadtteil von Königswinter, in der Weinbauregion Mittelrhein. Der Weinberg liegt am Westhang der Dollendorfer Hardt im Siebengebirge und gehört zum Weinbergkomplex an der Hülle, zu dem auch Laurentiusberg und Rosenhügel zählen.
Böden und Fläche
Die Böden der Oberdollendorfer Lagen, einschließlich Sülzenberg, werden als Lehm und Löss über Grauwacke beschrieben. Die gesetzlich erfasste Fläche beträgt 3,0 Hektar; der Eintrag bezieht sich auf Oberdollendorf, Flur 11.
Geschichte und Bewirtschaftung
Sülzenberg zählt zu den älteren Weinbergen im Siebengebirge und gehörte früher zum Gut Sülz, einem historisch bedeutenden Weinberg des Heisterbacher Klosterbesitzes. Die heutige Gliederung des Oberdollendorfer Weinbergkomplexes wurde durch die Flurbereinigung von 1978 geprägt. Anschließend wurden breite, maschinengeeignete Wege angelegt. Die Reben werden überwiegend an Drahtrahmen erzogen, an steileren Stellen auch am Einzelpfahl. Eine Regenrinne und ein Rückhaltebecken dienen der Regulierung von Starkregen und der Verringerung von Erosion.
Rebsorten und Weine
Historisch sind im Oberdollendorfer Weinbergkomplex unter anderem Kleinberger, heute als Elbling bezeichnet, und Spätburgunder belegt. Nach der Flurbereinigung wurden unter anderem Riesling, Müller-Thurgau, Kerner und Portugieser gepflanzt; später sind auch Dornfelder, Weißburgunder, Muscaris und Regent dokumentiert. Unter der exakten Bezeichnung Oberdollendorfer Sülzenberg Riesling ist ein halbtrockener Riesling belegt, während Oberdollendorfer Sülzenberg Portugieser als trockener Rotwein geführt wird. Sülzenberg gehört zum Bereich Siebengebirge und ist der Großlagenbezeichnung Königswinterer Petersberg zugeordnet.