Lage und Einordnung
Der Steinberg ist eine rechtlich eingetragene Einzellage in der Gemarkung Wackernheim. Er gehört zum Bereich Bingen und zur Großlage Kaiserpfalz in Rheinhessen. Das amtliche Weinlagenverzeichnis weist für den Wackernheimer Abschnitt 4,3 Hektar bestockte Rebfläche aus.
Ausrichtung und Rebsorte
Die Parzellen des Steinbergs werden als sonnige Südhänge beschrieben. Sie sind überwiegend mit Riesling bepflanzt.
Böden
Im Wackernheimer Steinberg kommen Löss-Pararendzina und Kalkstein-Rendzina vor. Die Löss-Pararendzina besteht aus kalkhaltigem, eiszeitlichem Windsediment und bildet einen tiefgründigen, fruchtbaren, leichten Lehm mit hoher pflanzenverfügbarer Wasserspeicherung und guten Durchwurzelungsbedingungen. Sie ist nährstoffreich, gut durchlüftet, mäßig erwärmbar und weist ein hohes Wachstumspotenzial auf.
Die Kalkstein-Rendzina ist ein flach- bis mittelgründiger, stark kalkhaltiger, steiniger sandiger Lehm aus tertiären Meeresablagerungen im Zusammenhang mit kalkhaltigen Algenriffen. Sie ist gut durchlüftet und erwärmt sich gut, speichert jedoch weniger Wasser und bietet eine stärker begrenzte Durchwurzelung.
Stilistik
Die Löss-Pararendzina wird mit feinen Aromen von gelben Früchten, Apfel, Pfirsich, Birne und Zitrus sowie einer sanften Säure und einem schlanken, erfrischenden Stil verbunden. Die Kalkstein-Rendzina steht für Zitrus-, Apfel- und Stachelbeeraromen, die sich zu Mango und Passionsfrucht entwickeln können, sowie für ausgewogene Säure und einen mineralischen, kreidigen, strukturierten Stil.