Lage · Mosel

St. Castorhöhle

Lage und Einordnung

Die St. Castorhöhle ist eine gesetzlich eingetragene Einzellage in Müden (Mosel) und gehört zur Weinbauregion Mosel, zum Bereich Burg Cochem und zur Großlage Goldbäumchen. Im offiziellen Weinlagenverzeichnis trägt sie die Nummer 440123 und umfasst 9,6 Hektar bestockte Rebfläche. Die Weinlage liegt flussaufwärts des Ortes an der Mosel.

Hänge, Böden und Klima

Die St. Castorhöhle umfasst steile Weinbergshänge. Ihr westlicher Teil wird besonders steil und liegt als südexponierte Lage oberhalb des Moselstausees. Historische Terrassen mit Trockenmauern prägen diesen Abschnitt. Der Standort ist vor allem durch klassischen blauen Moselschiefer gekennzeichnet; stellenweise bedeckt ihn eine etwa 0,5 Meter tiefe Bodenschicht. Helle lehmig-sandige Böden über dem dunklen Schiefer erwärmen sich schnell und speichern die Wärme bis in die Nacht.

Für Müden ist ein mildes Weinbauklima mit hohen Temperaturen und vergleichsweise geringen Niederschlägen dokumentiert. Die durchschnittliche Temperatur lag von 2018 bis 2023 bei 11,6 °C, der durchschnittliche Jahresniederschlag bei 649 mm.

Riesling und Weinstil

In der St. Castorhöhle wird Riesling angebaut. Die dort beschriebenen Rieslinge gelten als vergleichsweise opulent und zeigen Aromen gelber Früchte. Zudem werden sie als elegant und feinfruchtig sowie häufig etwas kraftvoller und weniger salzig als Weine aus der nahe gelegenen Lage Funkenberg charakterisiert. Belegt sind Riesling Qualitätswein beziehungsweise Hochgewächs und Riesling Spätlese, darunter trockene Ausführungen.

Namensüberlieferung

Der Name der Weinlage bezieht sich der örtlichen Überlieferung zufolge auf eine Höhle am Hang zwischen Müden und Karden. Dort soll der Mönch St. Castor um 550 nach Christus gelebt haben, während er die Gegend christianisierte.

Anbaugebiet
Mosel

Ausgewählte Weine

Wein aus dem Anbaugebiet Mosel