Lage · Franken

Sonnenstuhl

Lage und Einordnung

Der Sonnenstuhl ist eine Weinbergslage in Randersacker in der fränkischen Weinbauregion. Der Verband Deutscher Prädikatsweingüter klassifiziert die Lage als VDP.ERSTE LAGE®. Die klassifizierte Fläche umfasst 38,00 Hektar.

Relief und Böden

Die nach Süden bis Südwesten und Südwesten ausgerichteten Weinberge liegen auf etwa 160 bis 230 Metern über dem Meeresspiegel und weisen überwiegend 30 bis 60 Prozent Hangneigung auf. Der Bereich Rückersell bildet den steilsten Teil des Höhenzugs mit bis zu 68 Prozent Gefälle.

Der geologische Untergrund besteht aus Mittlerem Muschelkalk aus der Trias. In den steilen oberen Bereichen finden sich tonige Lehmböden, im unteren Teil nahe der Lindelbacher Straße Sand bis lehmiger Sand.

Klima und Rebsorten

Das Maintalklima ist mild, mit einer Jahresmitteltemperatur von etwa 9 bis 10 °C, langen Sommern und kurzen, milden Wintern. Die Lage liegt im Regenschatten von Spessart und Rhön; der jährliche Niederschlag beträgt etwa 500 bis 550 Millimeter. An den Hängen kann Wasserknappheit auftreten.

Für die VDP-Klassifikation sind Silvaner, Riesling und Spätburgunder ausgewiesen.

Historische Entwicklung

Die heutige Lage umfasst die früheren Weinbergsbereiche Hohes Roth und Riedberg sowie die historischen Teilbereiche Bussbrunn, Rückersell, Paradies und Sandgruben. Der Name Sonnenstuhl steht im Zusammenhang mit einem sehr steilen, von Mauern eingefassten Bereich und bedeutet Sitz der Sonne. Der Bereich wurde zudem bereits 1240 unter einer historischen Bezeichnung erwähnt. Im Riedberg erfolgte die Flurbereinigung 1959, im Rothberg 1967 bis 1968.

Anbaugebiet
Franken

Ausgewählte Weine

Wein aus Deutschland