Lage · Württemberg

Sommerhalde

Lage und historische Bezüge

Die Sommerhalde ist ein Weinbauareal am Scheibengipfel beziehungsweise an der Achalm bei Reutlingen im Weinbaugebiet Württemberg und im Weinbaubereich Oberer Neckar. Der Name bezeichnet einen nach Süden ausgerichteten Hang, der als günstig für den Weinbau gilt. Historische Quellen belegen mehrere Sommerhalde-Flächen am Achalmhang.

Weinbau in Reutlingen

Die Reutlinger Sommerhalde ist seit mindestens 1343 dokumentiert; weitere Nachweise stammen aus den Jahren 1405, 1471 und 1729. Nach einer Genehmigung im Jahr 2002 wurde auf einer privaten Parzelle nahe dem Goldloch unterhalb der Achalm der Weinbau wieder aufgenommen. Die ersten neuen Reben wurden dort 2003 gepflanzt.

Rebflächen und Sorten

Der städtisch bewirtschaftete Weinberg umfasst etwa 58 Ar und wird ganzjährig durch den städtischen Forstbetrieb gepflegt. Dazu gehören unter anderem Rebschnitt und Laubarbeiten. Dort sind Blauer Portugieser, Schwarzriesling und Müller-Thurgau dokumentiert. Im Bereich Sommerhalde Goldloch der Initiative Reutlinger Wein wachsen Müller-Thurgau, Chardonnay, Portugieser, Spätburgunder und Schwarzriesling.

Goldloch und Wein

Zum Projekt Sommerhalde Goldloch gehören mehr als 50 Hochstamm-Obstbäume, Trockenmauern, Natursteinterrassen beziehungsweise Steinriegel, eine Wildblumenbegrünung und Hecken. Zusätzlich war ein Feuchtbiotop vorgesehen. Ein dokumentierter Reutlinger Sommerhalde-Wein ist ein Schillerwein aus einer Cuvée von fünf Rebsorten, der vor der Abfüllung in einem großen Holzfass zusammengestellt wurde.

Orte
Reutlingen
Anbaugebiet
Württemberg

Ausgewählte Weine

Wein aus Deutschland