Lage und Klima
Reutlingen liegt am Rand der Schwäbischen Alb in der Landschaft des Albvorlands und gilt als Tor zur Schwäbischen Alb. Das Stadtgebiet befindet sich in einer klimatischen Übergangszone zwischen dem vergleichsweise milden Alb- und Alpenvorland sowie der kühleren Schwäbischen Alb. Für den Referenzzeitraum 1981 bis 2010 werden eine mittlere Jahrestemperatur von 7,4 °C und ein mittlerer Jahresniederschlag von etwa 940 mm angegeben.
Sommerhalde an der Achalm
Die Sommerhalde liegt am Hang der Achalm, eines östlich von Reutlingen gelegenen Zeugenbergs. Der historische Name bezeichnet einen nach Süden ausgerichteten, für den Weinbau günstigen Hang. Die Flanken der Achalm bestehen aus Gesteinen des Mittleren Jura; am Gipfel und im oberen Bereich stehen harte Kalke der Wohlgeschichtete-Kalke-Formation aus dem Oberen Jura an.
Weinbau in Reutlingen
Der Weinbau an der Achalm knüpft an eine ältere örtliche Tradition an. Bezüge zum Namen Sommerhalde sind seit 1343 dokumentiert, und Aufzeichnungen aus dem Jahr 1471 erwähnen einen Weinzehnten aus drei Sommerhalde-Bereichen. Nach einer Zeit ohne aktive Bewirtschaftung wurden im Gebiet Sommerhalde-Goldloch wieder Reben gepflanzt. Zu den dokumentierten Sorten gehören Müller-Thurgau, Chardonnay, Blauer Portugieser, Spätburgunder und Schwarzriesling. Ein Wein von der Reutlinger Sommerhalde ist als Schillerwein-Cuvée aus diesen Sorten dokumentiert.
Ökologische Strukturen und Gebietsbezeichnung
Zum Projekt an der Sommerhalde gehören mehr als 50 hochstämmige Obstbäume, eine Trockenmauer, Natursteinterrassen oder Steinriegel, eine Wildblumenbegrünung und Benjeshecken; außerdem war ein Feuchtbiotop vorgesehen. Das historisch mit Reutlingen und benachbarten Weinbergen verbundene Weinbaugebiet trug früher die Bezeichnung Oberer Neckar. Seit dem 1. August 2025 lautet die regionale Bezeichnung Neckar-Alb. Die Stadt liegt in der Region Württemberg.