Lage · Rheinhessen

Schönhölle

Lage und Einordnung

Schönhölle ist eine eingetragene Einzellage in der Gemarkung Ockenheim. Sie gehört zum Bereich Bingen und zur Großlage St. Rochuskapelle in Rheinhessen. Die offiziell ausgewiesene Fläche beträgt 31,0 Hektar.

Name, Klima und Böden

Der Lagenname ist seit 1343 als „an der Schienhelden“ dokumentiert und wird mit einem schönen Hang in Verbindung gebracht; „Hölle“ bezeichnet dabei eine leichte Steigung. Die Landschaft um Ockenheim weist weniger als 500 Millimeter Jahresniederschlag und hohe Sommertemperaturen auf.

In Schönhölle kommen kalkhaltige Mergel- und Pararendzina-Böden sowie Kalkstein- und Rendzina-Böden vor. Die Mergelböden sind tiefgründige, kalkhaltige Tonböden aus Ablagerungen des Tertiärmeers mit einem hohen Anteil an quellfähigem Ton. Die Kalksteinböden sind flach- bis mittelgründige, sehr kalkhaltige, steinige Sandböden im Zusammenhang mit tertiären Meeresablagerungen eines kalkhaltigen Algenriffs.

Weinstil und Rebsorten

Weine aus den Mergel- und Pararendzina-Böden werden als körperreich und kraftvoll mit ausgewogener Säure und reifen Fruchtcharakteren beschrieben. Die Weine aus Kalkstein und Rendzina gelten als lebhaft, aromatisch, mineralisch und strukturiert, ebenfalls mit ausgewogener Säure. Dokumentiert sind trockene, feinherbe, liebliche und edelsüße Ausprägungen.

Für Schönhölle sind unter anderem Silvaner, Gewürztraminer, Chardonnay und Scheurebe belegt. Eine 2023er Ockenheimer Schönhölle Riesling Auslese wurde mit 82,9 Gramm Restzucker je Liter, 7,2 Gramm Säure je Liter und 8,5 Prozent Alkohol dokumentiert.

Bewirtschaftung und Ausbau

Für einen 2018er Ockenheimer Schönhölle Roter Traminer Spätlese sind Handarbeit im Weinberg, selektive Lese sowie die Verarbeitung ausschließlich vollreifer und gesunder Trauben dokumentiert. Die weißen Trauben wurden mit verlängerter Maischestandzeit auf der Schale vergoren; daraus entstand ein Orange Wine.

Orte
Ockenheim
Anbaugebiet
Rheinhessen

Ausgewählte Weine

Wein aus dem Anbaugebiet Rheinhessen