Lage und Einordnung
Schloßgarten ist eine offiziell eingetragene Einzellage im Gemeinde- und Gemarkungsgebiet von Burrweiler und liegt östlich des Ortes. Das offizielle Weinlagenverzeichnis von Rheinland-Pfalz führt die Lage unter der Nummer 810105 in der Großlage Bischofskreuz im Bereich Südliche Weinstraße des Anbaugebiets Pfalz.
Fläche, Ausrichtung und Böden
Die amtlich erfasste Rebfläche umfasst 75,3 Hektar, während die klassifizierte VDP-Fläche mit 72,0 Hektar angegeben wird. Die nach Südosten ausgerichtete Lage liegt auf 210 bis 240 Metern über dem Meeresspiegel und weist eine Hangneigung von 2 bis 15 Prozent auf. Als geologische Untergründe sind Buntsandstein und teilweise Muschelkalk dokumentiert. Weitere Beschreibungen nennen lehmigen bis stark lehmigen Sand, Lösslehm sowie tiefgründigen sandigen Lehm mit hohem Kalkgehalt.
Rebsorten und Klassifikation
Das VDP-Lagenprofil führt Weißer Burgunder, Grauer Burgunder und Chardonnay als klassifizierte Rebsorten. Dokumentierte Pflanzungen umfassen außerdem Weißburgunder, Spätburgunder, Riesling und Sauvignon Blanc. Der VDP ordnet Schloßgarten als VDP.ERSTE LAGE® ein; diese Einstufung ist eine VDP-Klassifikation und keine Aussage zur gesetzlichen deutschen Weinbauklassifikation.
Dokumentierter Wein und Namensherkunft
Ein dokumentierter Grauburgunder des Jahrgangs 2007 wurde als trockene Spätlese ausgebaut. Für ihn sind exotische Frucht- und Nussaromen, ein dichter Gaumen und ein zurückhaltender Holzeinfluss beschrieben. Die Trauben wurden durch sommerliche Grünlese und selektive Handlese gewonnen; der Ertrag lag bei 45 Hektolitern je Hektar. Die Gärung verlief bewusst langsam. Der Wein reifte reduktiv im Edelstahl, wobei 8 Prozent in neuen Barriques vergoren und etwa sieben Monate ausgebaut wurden. Der Name Schloßgarten wird auf eine frühere Burg zurückgeführt, die mit den Herren von Dahn in Burrweiler verbunden war.