Lage · Nahe

Schloßberg-Schwätzerchen

Lage und Flächenausdehnung

Schloßberg-Schwätzerchen ist eine Einzellage im Binger Teil des Weinbaugebiets Rheinhessen und gehört zur Großlage St. Rochuskapelle. Die gesetzlich eingetragene Weinlage erstreckt sich über die Gemarkungen Bingen, Büdesheim und Kempten der Stadt Bingen am Rhein.

Böden und Topografie

Das amtliche Lagenprofil beschreibt den Boden als kalkhaltige, tiefgründige und lehmige Löss-Pararendzina mit hoher Wasserspeicherfähigkeit. Eine dokumentierte Parzelle liegt am Südhang des Rochusbergs mit rund 50 Prozent Hangneigung. In einer weiteren Parzelle steht der Wein auf Quarzit devonischen Ursprungs; sie wird als flachgründig, entkalkt und nährstoffarm beschrieben.

Rebsorten und Weinstil

Für die Lage sind Riesling und Silvaner dokumentiert. Der Löss-Pararendzina-Ausdruck wird mit gelbfruchtigen und zitrischen Noten, moderater Säure und mittlerem Körper verbunden. Riesling von der Quarzitparzelle wird als langlebig und komplex mit ausgeprägter Säure und feiner Mineralität beschrieben.

Name und Eintragung

Der Name ist 1471 in der Form „am schwetzgin“ belegt. Die heutige Bezeichnung verweist außerdem auf „im Schloßberg“, das 1781 dokumentiert ist, sowie auf die Binger Festfigur Schwätzerchen. Im amtlichen Weinlagenverzeichnis trägt Schloßberg-Schwätzerchen die Weinlagennummer 710611; für 2024 sind 19,5 Hektar in Bingen, 26,8 Hektar in Büdesheim und 23,5 Hektar in Kempten eingetragen.

Anbaugebiet
Nahe

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