Lage und Einordnung
Saukopf ist eine Einzellage in der Gemarkung Gau-Bickelheim im Rheinhessen. Sie gehört zum Bereich Bingen und zur Großlage Kurfürstenstück. Das amtliche Weinlagenverzeichnis 2024 führt 94,1 Hektar bestockte Rebfläche. Saukopf bildet den unteren Teil des Weinlagenbereichs Wißberg und liegt unterhalb der Lage Gau-Bickelheimer Kapelle am Wißberghang.
Boden
Der dokumentierte Bodentyp ist Mergel-Pelosol aus kalkreichen, tonhaltigen Ablagerungen des Tertiärmeeres. Die Böden sind tiefgründig, kalkreich und tonhaltig, weisen einen hohen Anteil an quellfähigem Ton sowie eine eingeschränkte Durchlässigkeit und Durchlüftung auf. Zugleich sind sie nährstoffreich und stark kalkhaltig.
Rebsorten und Weinstil
Auf dem Saukopf werden unter anderem Spätburgunder und Chardonnay angebaut. Separate trockene Saukopf-Weine sind außerdem aus Chardonnay und Riesling dokumentiert. Das Mergel-Pelosol wird mit vollmundigen, dichten und gehaltvollen Weinen verbunden, die eine moderate Säure und einen fruchtbetonten Abgang zeigen. Eine weitere Beschreibung hebt das Zusammenspiel von Frucht und Säure hervor.
Geschichte und Ausbau
Die Weinlage ist 1713 unter dem Namen „in dem Säukopf“ belegt. Die regionale Behörde führt die Bezeichnung wahrscheinlich auf das mittelhochdeutsche „seihen“ für eine Rinne oder einen feuchten Ort zurück. Das Bioweingut Fischer bewirtschaftet seine Weinberge einschließlich Saukopf seit 2015 nach ökologischen Richtlinien und arbeitet, soweit möglich, von Hand. Ein dokumentierter Saukopf-Chardonnay eines regionalen Erzeugers ist trocken und durch den Ausbau im Barrique geprägt.