Lage und Einordnung
Der Ebersheimer Sand liegt südlich und südwestlich von Ebersheim, einem Stadtteil von Mainz. Die Einzellage gehört zur Großlage Sankt Alban im Bereich Nierstein in Rheinhessen. Das Gelände ist geneigt und nach Südsüdost ausgerichtet. Im Weinlagenverzeichnis 2024 sind für den Sand 54,6 Hektar Rebfläche eingetragen.
Böden
Dokumentiert sind Löss-Pararendzina und Mergel-Pararendzina. Der Lössboden entstand aus kalkhaltigen, während der Eiszeiten abgelagerten Staubpartikeln und wird als tiefgründig, leicht lehmig, kalkhaltig, nährstoffreich und gut durchwurzelbar beschrieben. Die Mergelböden bestehen aus kalkhaltigen Lehmen und Sanden ehemaliger tertiärer Meeresablagerungen sowie aus tiefgründigen, stark kalkhaltigen Tonbodenanteilen.
Geschichte und Weincharakter
Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Lage als „off der santgruben“ dokumentiert. Der heutige Name verweist auf den für den Standort überlieferten sandigen Boden. Nach der Flurbereinigung in Ebersheim wurden die zahlreichen historischen Lagenbezeichnungen 1971 auf drei benannte Lagen, darunter Ebersheimer Sand, reduziert.
Weine von den Löss-Pararendzina-Böden werden mit gelben Früchten, Apfel, Pfirsich, Birne und Zitrus sowie einer schlanken bis mittelkräftigen Struktur und moderater Säure beschrieben. Die Weine von den Mergel-Pararendzina-Böden gelten als körperreicher und stark strukturiert, mit ausgewogener Säure; bei Weißweinen werden Mango, Honigmelone und Aprikose, bei Rotweinen dunkle Früchte und rauchige Würze genannt.