Lage · Franken

Röthla

Lage und Bezeichnung

Röthla, auch Unterhaider Röthla genannt, ist eine Weinbaulage in Unterhaid, einem Ortsteil von Oberhaid im Maintal am Südfuß der Haßberge. Die Lage markiert die östliche Grenze des fränkischen Weinbaugebiets.

Hänge und Böden

Die Weinberge liegen an südexponierten Maintalhängen. Schmale Parzellen verlaufen quer zum Hang; einzelne Weinbergsbereiche weisen Treppen und Stützmauern auf. Als vorherrschendes Bodenmaterial wird Keuper genannt.

Rebsorten und Weine

In Unterhaider Röthla werden unter anderem Silvaner, Müller-Thurgau, Kerner und Schwarzriesling angebaut. Zusätzlich sind Bacchus, Domina, Weißer Burgunder, Spätburgunder, Regent und Scheurebe dokumentiert. Aus der Lage werden Weißweine aus Silvaner, Müller-Thurgau und Kerner, Rotwein aus Schwarzriesling sowie Rotling aus weißen und roten Trauben zugeordnet.

Geschichte und Bewirtschaftung

Der Name Unterhaider Röthla geht auf den Flurnamen Abendröthe zurück. Der Weinbau in Unterhaid ging im 19. und frühen 20. Jahrhundert zurück und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg schrittweise wieder aufgenommen; im späteren 20. Jahrhundert setzte die gewerbliche Bewirtschaftung wieder ein. Mehrere Winzer bauen die Lage heute an. Für einen Weinberg sind Handarbeit, eine offene und gut durchlüftete Laubwand sowie ein zurückhaltender Einsatz von Pflanzenschutzmaßnahmen dokumentiert. Historisch sind außerdem das Keltern, Vergären und Lagern auf dem Hof in Fässern sowie die spätere Abfüllung belegt.

Orte
Unterhaid
Anbaugebiet
Franken

Ausgewählte Weine

Wein aus Deutschland