Lage und Einordnung
Nüsseberg entspricht der Einzellage Weischützer Nüssenberg im Bereich Schloss Neuenburg der Qualitätsweinbauregion Saale-Unstrut. Die Lage umfasst die Gemarkungen Weischütz, Müncheroda und Zscheiplitz; Müncheroda gehört zu Gleina.
Zum 31. Dezember 2024 waren 56,6778 Hektar mit Reben bepflanzt.
Relief und Böden
Der Nüssenberg ist ein markanter, in das Unstruttal ragender Höhenrücken. Die südwestlich ausgerichteten Weinberge weisen Hangneigungen von etwa 10 bis 40 Prozent auf. In den unteren Hangbereichen wird Weinbau betrieben, während die oberen Hänge von Trockenrasen und Kalksteinbruchbereichen geprägt sind.
Die Böden bestehen aus lehmigen und tonreichen Verwitterungsböden über Muschelkalk. Örtlich kommen tiefgründigere Lösslehmdecken sowie steinige Kalksteinverwitterungsböden vor. Die Lage ist vor Westwinden geschützt.
Rebsorten und Weine
Für den Weischützer Nüssenberg sind unter anderem Weißburgunder, Silvaner, Gutedel, Bacchus, Kerner, Spätburgunder und Dornfelder dokumentiert. Weitere Nachweise betreffen Müller-Thurgau, Riesling, Traminer, Grauburgunder, Zweigelt, Kernling, Cabernet Mitos, Ortega und Frühburgunder.
Zu den dokumentierten Lagenweinen gehören trockener Deutscher Qualitätswein aus Gutedel sowie trockener Deutscher Prädikatswein Spätlese aus Weißburgunder. Beide Weine wurden vegan erzeugt; der Weißburgunder wurde mit Naturkorken abgefüllt.
Bewirtschaftung
Eine 0,35 Hektar große, zuvor brachliegende Parzelle wurde 2008 mit 1.700 Frühburgunderreben bepflanzt. Zur Bewirtschaftung gehören ganzjähriger Rebschnitt, Anbinden und Biegen der Triebe, wiederholtes Laubschneiden sowie umfangreiche Handarbeit in den Steillagen. Seit den 1990er-Jahren wird auch maschinell gelesen; Eiswein und Trockenbeerenauslese werden weiterhin von Hand geerntet.
Im Weinbau wird integrierter Pflanzenschutz mit regelmäßigen Kontrollen der Weinberge und Maßnahmen zur Krankheitsbekämpfung eingesetzt.