Lage und Einordnung
Moosberg ist eine Einzellage, die mit Hahnheim und Sörgenloch in Rheinhessen verbunden ist. Sie gehört zum Teilbereich Nierstein und zur Großlage Gutes Domtal. Der Sörgenlocher Abschnitt grenzt unmittelbar an die Selz.
Geschichte des Namens
Die Weinlage wurde 1559 unter dem Namen an dem moissen Wege dokumentiert. Die Bezeichnung wird auf das mittelhochdeutsche Wort mos für feuchtes Gelände zurückgeführt.
Böden
Im Hahnheimer Teil kommen tiefgründiger, kalkhaltiger Tonmergel als Pelosol sowie flach- bis mittelgründige, steinige Rendzina aus kalkhaltigem sandigem Lehm vor. Beide Böden entstanden aus tertiären Meeresablagerungen. Der Sörgenlocher Abschnitt ist durch tiefgründigen, kalkhaltigen Mergelboden der Klasse Pelosol geprägt.
Weinstil und Rebsorte
Die Mergel- und Pelosolböden werden mit vollmundigen, dichten und reichen Weinen mit mäßiger Säure und cremiger Textur verbunden; genannt werden reife Mango, Aprikose und Honigmelone. Die Kalkstein- und Rendzinaböden stehen für ausdrucksstarke, lebendige und aromatische Weine mit Zitrus-, Apfel- und Stachelbeeraromen, ausgewogener Säure sowie mineralisch-kreidigen Noten und Reifepotenzial. Im Hahnheimer Moosberg wird Gelber Orleans angebaut und als trockener Qualitätswein aus Rheinhessen abgefüllt.