Lage und Ausdehnung
Mondschein ist eine Einzellage innerhalb der Großlage Pilgerpfad im Gemarkungsbereich Heßloch von Dittelsheim-Heßloch in der Wonnegau-Subregion von Rheinhessen. Die Weinlage umfasst etwa 9 Hektar und liegt auf ungefähr 180 bis 210 Metern Höhe. Ihre Ausrichtung reicht von Osten bis Südosten; eine dort beschriebene Parzelle befindet sich an einem nach Süden gerichteten, vor kühlen Westwinden geschützten Hang.
Böden
Die Böden umfassen flach- bis mitteltiefe, sehr kalkreiche Rendzinen aus tertiären Meeresablagerungen eines kalkhaltigen Algenriffs. Sie sind steinig sowie sandig-lehmig, speichern nur wenig pflanzenverfügbares Wasser, weisen jedoch eine gute Durchlüftung und Erwärmbarkeit auf. Daneben kommt tiefgründiger, kalkhaltiger Tonmergel als Pelosol mit hohem Anteil quellfähiger Tone vor. Beschrieben werden außerdem schwerer Mergel im Oberboden, Kalkeinschlüsse, Kalkbänke im Unterboden und örtlich erzführendes Gestein.
Rebsorte und Weinstil
Riesling ist in der Lage dokumentiert; in einer Parzelle stehen die Reben seit mehr als 50 Jahren. Mit den Kalkböden verbundene Weine werden als aromatisch und lebhaft beschrieben, mit Zitrus-, Apfel- und Stachelbeeraromen, die sich zu Mango und Passionsfrucht entwickeln können, ausgewogener Säure sowie mineralischen und kreidigen Noten. Die Weine von den Mergel- und Pelosolböden werden als vollmundig, dicht und reichhaltig mit mäßiger Säure, cremiger Textur und reifen Fruchtnoten von Mango, Aprikose und Honigmelone beschrieben. Ein dokumentierter Mondschein-Riesling ist trocken ausgebaut.
Name und Bewirtschaftung
Die Weinlage wurde 1494 unter der Bezeichnung im Mondschein erfasst. Der Name bezieht sich auf die erhöht liegenden Felder, die im Mondlicht leuchteten. Das Weingut Brandt gibt an, Weinberge einschließlich Heßlocher Mondschein in manchen Jahrgängen getrennt und selektiv zu lesen, damit die Parzellen im vorgesehenen Reifezustand in den Keller gelangen.