Lage und Einordnung
Mönchhube ist eine Einzellage im Dittelsheimer Gemarkungsbezirk von Dittelsheim-Heßloch in Rheinhessen. Sie gehört zum Bereich Wonnegau und zur Großlage Pilgerpfad. Im Weinlagenverzeichnis des Landes Rheinland-Pfalz ist die Lage 2024 unter der Weinlagennummer 730608 geführt.
Topografie und Böden
Die Rebfläche umfasst rund 23 Hektar; im offiziellen Weinlagenverzeichnis 2024 sind 22,9 Hektar bestockte Rebfläche erfasst. Mönchhube liegt auf etwa 180 bis 220 Metern Höhe und ist nach Osten bis Nordosten ausgerichtet.
Dokumentiert sind die Bodentypen Mergel beziehungsweise Pelosol sowie Löss beziehungsweise Pararendzina. Der Mergelboden ist ein tiefgründiger, kalkhaltiger Tonboden mit hohen Nährstoff- und Kalkgehalten, eingeschränkter Wasserdurchlässigkeit und Durchlüftung sowie erschwerter Durchwurzelbarkeit. Der aus Löss entstandene Boden weist tiefen, leichten Lehm, tonigen Schluff, eine gute pflanzenverfügbare Wasserspeicherung, ausreichende Durchlüftung, gute Durchwurzelbarkeit und ein hohes Wachstumspotenzial auf.
Rebsorten und Weinstil
Aus der Mönchhube sind Riesling und Silvaner durch erzeugergekennzeichnete Weine dokumentiert. Die trockenen Rieslinge sind als Qualitätswein ausgewiesen und werden mit Noten von Passionsfrucht und Pfirsich, harmonischer Säure sowie mineralischen und mineralisch-würzigen Merkmalen beschrieben. Ein trockener Silvaner aus der Lage ist als mineralisch und dicht beschrieben.
Historische Bezeichnung
Der Name der Weinlage ist für das Jahr 1297 als „munchouen“ dokumentiert. Er wird mit dem Besitz einer geistlichen Institution in Verbindung gebracht; der letzte Namensbestandteil kann von „Hufe“ oder „Hof“ abgeleitet sein.