Lage und Landschaft
Der Michaelsberg ist als Cleebronner Michaelsberg in Cleebronn im Zabergäu dokumentiert und von Weinbergen umgeben. Der freistehende, kegelförmige Hügel erreicht etwa 394 Meter über dem Meeresspiegel. Die klassifizierte Weinbergslage befindet sich auf 335 bis 385 Metern Höhe, ist nach Süden ausgerichtet und weist eine Hangneigung von etwa 40 bis 50 Prozent auf.
Boden und Einordnung
Der Michaelsberg ist ein Weinbergstandort im Keuperland von Württemberg. Für die klassifizierte Lage wird Bunter Mergel als Boden angegeben. Ein anhaltender Westwind ist für den Michaelsberg dokumentiert. Weinbau am Michaelsberg lässt sich nach Angaben der Gemeinde Cleebronn seit etwa 1.200 Jahren belegen.
Rebsorten und Bewirtschaftung
Lemberger ist die vom VDP für die klassifizierte Lage genannte Rebsorte. Außerdem sind Spätburgunder und Lemberger für den Michaelsberg dokumentiert; ein kleiner, traditionell bewirtschafteter Weinberg ist mit Trollinger und Lemberger bepflanzt. Für eine dokumentierte Lemberger-Parzelle werden etwa 40 Jahre alte Reben, nachhaltige Bewirtschaftung, Ertragsreduzierung durch Ausdünnung und mehrere selektive Handlesen genannt. Zu den traditionellen Arbeiten in einem kleinen Weinberg gehören Dreischnitt-Erziehung, manuelle Hackarbeit, Weiden- oder Strohbänder und der Verzicht auf Kunstdünger.
Klassifikation und Weinbereitung
Die Lage gehört zum Anbaugebiet Württemberg, zur Großlage Heuchelberg und zur Einzellage Cleebronner Michaelsberg. Der VDP führt eine zehn Hektar große Fläche als VDP.GROSSE LAGE; dabei handelt es sich um eine private VDP-Klassifikation und nicht um eine Kategorie des deutschen Weinrechts. Ein dokumentierter Lemberger vom Michaelsberg wurde als trockener Rotwein mit 1,3 Gramm Restzucker je Liter ausgebaut. Die Trauben wurden sortiert, schonend verarbeitet, längere Zeit auf der Maische spontan vergoren und einem natürlichen biologischen Säureabbau unterzogen. Anschließend reifte der Wein in kleinen Eichenholzfässern und einem großen Holzfass.