Lage und Einordnung
Marienholz ist eine offiziell gelistete Einzellage in der Gemeinde Trier, im Katasterbezirk Eitelsbach und im Bereich Ruwer der Weinbauregion Mosel. In Weinreferenzen wird die Lage als Eitelsbacher Marienholz bezeichnet.
Topografie und Boden
Die als südwest- bis westexponiert beschriebene Hanglage weist eine Neigung von etwa 20 Prozent auf. Der Boden besteht aus relativ tiefgründigem rotem Tonschiefer mit Lehmanteil und guter Wasserspeicherfähigkeit. Ein dokumentierter Wein wird zudem einem steilen Standort mit schieferverwittertem Boden zugeordnet.
Reben und Weine
Aus Marienholz ist Riesling dokumentiert, darunter Riesling Spätlese, trockener Riesling und Riesling-Sekt. Ein Riesling-Sekt aus der Lage wird als fruchtbetont und mineralisch mit feinen Cassisnoten sowie anhaltendem Mousseux beschrieben. Das Klima der Lage wird als moderat angegeben.
Bewirtschaftung und Registerdaten
Ein dokumentierter Riesling des Jahrgangs 2007 wurde von Hand und selektiv bei einem Ertrag von 65 Hektolitern je Hektar gelesen. Der daraus erzeugte Riesling-Sekt wurde schonend verarbeitet, kühl vergoren und reduktiv ausgebaut. Im rheinland-pfälzischen Weinlagenregister 2024 ist Marienholz unter der Weinlagennummer 450134 mit 31,0 Hektar bestockter Rebfläche verzeichnet.
Historischer Bezug
Das Gebiet Eitelsbach, zu dem Marienholz gehört, ist auf einer historischen Mosel-Weinbaukarte aus dem Jahr 1906 dargestellt.