Lage und Landschaft
Leckzapfen liegt im Gemeinde- und Katastergebiet von Osthofen in der Teilregion Wonnegau von Rheinhessen, nahe der Bechtheimer Hohl. Die Weinlage befindet sich auf dem Neuberg-Plateau oberhalb von Osthofen und der Rheinebene.
Boden
Der Boden besteht aus Löss über Pararendzina. Der kalkhaltige Flugstaub wurde während der Eiszeiten abgelagert. Das Profil ist tiefgründig, fruchtbar und kalkhaltig, mit leichtem Lehm, tonigem Schluff, hoher pflanzenverfügbarer Wasserspeicherkapazität und guter Durchwurzelbarkeit.
Rebsorten und Weinstil
Zu den wichtigsten am Leckzapfen kultivierten Rebsortengruppen gehören Riesling, Silvaner und Burgundersorten. Dokumentiert sind Riesling und Silvaner; die Burgundersorten werden nicht näher aufgeschlüsselt. Die Weine werden mit Apfel-, Pfirsich-, Birnen- und Zitrusnoten sowie einer eher schlanken bis mittelkräftigen Struktur, einem erfrischenden Charakter und einer milden Säure verbunden.
Name und Geschichte
Namensgeber ist eine 1891 von dem Osthofener Grund- und Mühlenbesitzer Gustav Friedrich Weißheimer errichtete Miniatur-Weinbergskastell, die zunächst Gustavsburg genannt wurde. Weinberg und Bauwerk gingen später an die Familie Schill und im frühen 20. Jahrhundert an Schill-Malz über. Die Miniaturburg wurde von 2007 bis 2011 restauriert; am 28. Dezember 2011 wurde das Bauprojekt offiziell abgeschlossen. Im amtlichen Weinlagenverzeichnis 2024 ist Leckzapfen als Einzellage der Großlage Pilgerpfad geführt.