Lage · Franken

Küchenmeister

Lage und Einordnung

Küchenmeister ist eine Weinbergslage in Rödelsee im fränkischen Anbaugebiet. Sie gehört zum Anbaugebiet Schwanberger Land und ist der Großlage Schloßberg im Landkreis Kitzingen zugeordnet. Die klassifizierte Fläche beträgt 46,00 Hektar.

Topografie und Böden

Die nach Südwesten bis Westsüdwesten ausgerichteten Hänge liegen etwa 240 bis 380 Meter über dem Meeresspiegel und weisen Neigungen von ungefähr 20 bis 50 Prozent auf. Sie erstrecken sich vom Ortsrand Rödelsees in Richtung Schwanberg und zur Grenze von Iphofen. Die Böden bestehen aus Gipskeuper und Mittlerem Keuper; lokal werden sie als tiefgründige, mineralreiche Keuperböden beschrieben.

Klima und Weine

Die offene Lage nach Südwesten wird durch den Schwanberg und die Hänge des Steigerwalds vor kalten Nordostwinden geschützt. Rund um Rödelsee fallen jährlich etwa 300 bis 500 Millimeter Niederschlag, überwiegend im Winter. Die Weine der Rödelseer Lagen, darunter Küchenmeister, werden als fruchtig und stark mineralisch beschrieben und können lange lagern. Für die Lage sind Silvaner, Riesling, Weißer Burgunder, Rieslaner, Scheurebe, Sauvignon Blanc und Spätburgunder klassifiziert.

Name und Klassifikation

Der Name Küchenmeister ist seit 1360 belegt und bezieht sich auf die Familie Küchenmeister von Nordenberg, die in Rödelsee Besitz hatte. Die Lage blieb bei der Neuordnung der früheren Rödelseer Weinbergslagen erhalten und war nach der Abgrenzung von 1971 eine von zwei benannten Einzellagen. Der VDP führt Rödelseer Küchenmeister als VDP.ERSTE LAGE®; dabei handelt es sich um eine VDP-Klassifikation und nicht um eine staatliche deutsche Weinrechtsbezeichnung.

Orte
Rödelsee
Anbaugebiet
Franken

Ausgewählte Weine

Wein aus Deutschland