Lage und Topografie
Der Kreuzberg liegt in Marktheidenfeld in einer windgeschützten Seitental-Lage des Mains, unterhalb der Marktheidenfelder Kreuzbergkapelle. Die süd- bis südwestliche Ausrichtung wird mit einer Hangneigung von 20 bis 45 Prozent dokumentiert; eine weinbauliche Studie nennt für den südexponierten Standort etwa 30 bis 50 Prozent.
Boden und Bewirtschaftung
Der Weinberg steht auf Muschelkalk, genauer auf Unterem Muschelkalk. Der kalkreiche, flachgründige Boden weist ein erhöhtes Risiko für Trockenstress und einen erhöhten Aktivkalkgehalt auf. Die zum Standort gehörenden Rebflächen umfassen fünf Hektar und werden vom Staatlichen Hofkeller Würzburg bewirtschaftet.
Weinbaugeschichte
Der heutige Weinberg ist der verbliebene Teil eines ehemals größeren Weinbaus in Marktheidenfeld. Die meisten örtlichen Weinberge wurden um den Beginn des 20. Jahrhunderts aufgegeben, teilweise infolge der Reblaus. Das Weinprojekt am Marktheidenfelder Kreuzberg ist seit 1977 dokumentiert und wurde 2021 durch die Zusammenarbeit der Stadt Marktheidenfeld und des Staatlichen Hofkellers Würzburg reaktiviert.
Rebsorten und Weine
Silvaner und Müller-Thurgau sind die wichtigsten am Marktheidenfelder Kreuzberg angebauten Rebsorten. Aus den dort gewachsenen Trauben wird außerdem Rieslaner erzeugt. Der Staatliche Hofkeller beschreibt die Weine als fruchtig und charaktervoll. Der dokumentierte Stadtwein ist ein trockener Silvaner; der Jahrgang 2023 wurde zur Abfüllung als Kabinett oder Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete ausgewiesen. Die Weine werden vom Staatlichen Hofkeller Würzburg ausgebaut und fertiggestellt.