Lage und Einordnung
Der Kobersberg ist die wichtigste Weinbaufläche von Rimpar und liegt an der Nordseite des Ortes. Die Weinberge konzentrieren sich an einem nahezu ideal nach Süden ausgerichteten Hang mit etwa acht Grad Neigung. Als Weinlage ist das Gebiet als „Rimparer Kobersberg“ im Bereich Maindreieck der Weinbauregion Franken ausgewiesen.
Höhenlage, Klima und Böden
Der Kobersberg liegt etwa 340 bis 350 Meter über dem Meeresspiegel und erhebt sich über dem eingeschnittenen Pleichachtal. Für Rimpar ist für den Zeitraum 1961 bis 1990 ein langfristiger mittlerer Jahresniederschlag von 613 Millimetern dokumentiert; für das nahe Würzburg wird eine mittlere Temperatur von 9,1 Grad Celsius angegeben.
Der Hang steht in Verbindung mit Muschelkalk, insbesondere Oberem Muschelkalk. Dokumentiert sind flachgründige Braunlehm-Rendzinen aus mergelig-tonigem Material über Muschelkalk. Durch landwirtschaftliche Erosion wurde ein großer Teil der früheren, aus Löss entstandenen Braunerde abgetragen; im verbliebenen Lösslehm finden sich Muschelkalkfragmente.
Entwicklung des Weinbaus
Für 2009 ist eine Rebfläche von 10,6 Hektar dokumentiert, die damals den größten Teil der Rimparer Weinbaufläche ausmachte. Heute konzentriert sich der Anbau auf obere Hangbereiche, die durch den Bau von Weinbergswegen im Zuge der Flurbereinigung in den 1960er-Jahren besser zugänglich wurden. Dabei verschwanden die früheren Weinbergsmauern und Steinriegel, die die schmalen historischen Parzellen teilten und terrassierten.
Historische Karten zeigen für 1832 deutlich mehr Rebfläche als heute. Der Weinbau ging durch veränderte Absatzmärkte, Peronospora, Reblaus und Arbeitskräftemangel nach dem Ersten Weltkrieg zurück. Nach dem Ersten Weltkrieg waren etwa 20 kleine Weinbauern mit dem Kobersberg verbunden; die Anbaufläche sank auf 44 Morgen im Jahr 1921 und 16 Morgen im Jahr 1940.
Rebsorten und Weine
Am Rimparer Kobersberg sind Silvaner, Müller-Thurgau, Bacchus, Scheurebe, Portugieser, Dornfelder und Spätburgunder dokumentiert. Die Weine umfassen trockene und halbtrockene Weißweine, Kabinett und Spätlese, trockene Rotweine, Rosé, Rotling sowie trockenen deutschen Perlwein. Eine dokumentierte Cuvée vom Kobersberg reift zwölf Monate in Holzfässern. Außerdem ist ökologischer Weinbau durch die Bioweine der Winzerin Franziska Schömig belegt.