Lage und Herkunft
Klosterweg ist eine offiziell anerkannte Einzellage in der Gemeinde Ockenheim in Rheinhessen. Die Weinberge liegen auf 130 bis 200 Metern Höhe und sind nach Nordwesten ausgerichtet. Der Name geht auf die Lage an der Strecke von Ockenheim zu einem Kloster zurück.
Böden
Die Lage ist als Mergel-Pararendzina klassifiziert. Die Böden bestehen aus kalkhaltigen Lehmen und Sanden, die aus Ablagerungen des tertiären Meeres hervorgegangen sind. Das Bodenprofil wird als tiefgründiger, kalkhaltiger Ton mit hohem Anteil an quellfähigem Ton beschrieben. Es weist eine begrenzte Wasser- und Luftdurchlässigkeit, einen hohen Nährstoffgehalt und einen starken Kalkanteil auf.
Rebsorten und Weinstil
Für die Lagenbezeichnung Ockenheimer Klosterweg sind Riesling und Spätburgunder dokumentiert. Das Terroirprofil verbindet die Lage mit dichten, vollmundigen Weinen, ausgewogener Säure und ausgeprägter Frucht. Bei Weißweinen werden Mango, Honigmelone und Aprikose genannt, bei Rotweinen dunkle Frucht und rauchige Würze. Ein dokumentierter Spätburgunder wurde als trockener Rotwein ausgebaut.
Bewirtschaftung und Ausbau
Bei einem dokumentierten Riesling wurden die Reben wiederholt beidseitig entblättert und der Ertrag auf 60 Hektoliter je Hektar reduziert. Die Parzelle stand auf tonigem Muschelkalk mit Kalkeinlagerungen. Für einen dokumentierten Spätburgunder sind Handlese und schonende Reifung angegeben.