Lage · Franken

Kirchberg

Lage und Topografie

Der Kirchberg, lokal als Uettinger Kirchberg bezeichnet, besteht aus zwei Weinbergparzellen nördlich von Uettingen oberhalb des Aalbachtals und der Bundesstraße 8. Die Parzellen liegen am Südhang des 334 Meter hohen Kirchbergs. Südwestlich ausgerichtete Hangbereiche weisen dokumentierte Neigungen von etwa 6 bis 8 Prozent auf, örtlich bis zu 12 Prozent.

Geologie und Böden

Das Weinbaugebiet liegt im geologischen Übergang vom unterlagernden roten Buntsandstein zum darüberliegenden Muschelkalk. In der Umgebung kommen außerdem Oberer Buntsandstein und teilweise von quartärem Lösslehm bedeckte Formationen vor. Dokumentiert sind Braunerden, Parabraunerden und Pararendzinen aus Lehm und Lösslehm.

Rebsorten und Bewirtschaftung

Der Uettinger Kirchberg wird von mehreren Winzern bewirtschaftet. Als wichtige Rebsorten werden Müller-Thurgau, Kerner und Domina genannt. Für den Kirchberg und den angrenzenden Bereich Heßnert sind außerdem Bacchus, Silvaner, Perle, Ortega und Weißburgunder dokumentiert.

Geschichte des Weinbaus

Der Weinbau in Uettingen ist seit dem frühen Mittelalter belegt. Das Kloster Holzkirchen und später die Grafen von Wertheim erhoben Anteile des örtlichen Weins als jährlichen Zehnt. Kirchberg gehörte bereits im frühen 17. Jahrhundert zu den sieben namentlich aufgeführten Weinbergslagen. Mitte des 19. Jahrhunderts waren in Uettingen rund 46 Hektar mit Reben bestockt. Der letzte Weinberg am Kirchberg wurde 1921 gerodet; nach der späteren Reaktivierung wurde 1979 die erste Ernte des wiederbelebten Uettinger Weinbergs gefeiert.

Orte
Uettingen
Anbaugebiet
Franken

Ausgewählte Weine

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