Lage und Landschaft
Uettingen liegt in Franken. Der Uettinger Kirchberg befindet sich nördlich des Ortes oberhalb des Aalbachtals und der Bundesstraße 8. Das Weinbaugebiet umfasst zwei Parzellen am Kirchberg. Die Hänge weisen nach Südwesten, verlaufen sanft und sind stark sonnenexponiert.
Boden und Weinbaugeschichte
Der Kirchberg liegt auf der Fränkischen Platte, wo Muschelkalk über rotem Buntsandstein liegt. Der Übergang dieser Gesteine wird am Kirchberg und an den Höhen des Hessnert für den Weinbau genutzt. Weinbau ist in Uettingen seit dem frühen Mittelalter belegt. Das Kloster Holzkirchen und später die Grafen von Wertheim sicherten Wein durch jährliche Abgaben.
Historische Entwicklung
Anfang des 17. Jahrhunderts sind sieben Uettinger Weinlagen einschließlich des Kirchbergs verzeichnet. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden in Uettingen etwa 46 Hektar für den Weinbau genutzt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts ging der Weinbau unter anderem im Zusammenhang mit der Ausbreitung der Reblaus zurück; der letzte Weinberg am Kirchberg wurde 1921 gerodet. Die erste Weinlese im wiederbelebten Uettinger Weinberg wurde 1979 gefeiert.
Rebsorten und Bewirtschaftung
Für den Uettinger Kirchberg sind Müller-Thurgau, Kerner und Domina als wichtige Rebsorten dokumentiert. Am Kirchberg und am Hessnert werden außerdem Bacchus, Silvaner, Perle, Ortega und Weißburgunder angebaut. Die Uettinger Weinlagen, darunter der Kirchberg, werden von mehreren Winzern bewirtschaftet.