Lage und Einordnung
Johannisberg ist die Einzellage Laubenheimer Johannisberg im Mainzer Stadtteil Laubenheim. Sie liegt innerhalb des Bereichs Nierstein und gehört zur Großlage Sankt Alban. Oberhalb von Mainz-Laubenheim gelegen, bietet die Weinlage einen Blick über den Rhein und das Hessische Ried. Regional ist sie Rheinhessen zugeordnet.
Böden
Dokumentiert sind Löss über Pararendzina sowie kalkiger Lehm, der als Terra fusca klassifiziert wird. Der Löss-Pararendzina-Boden ist kalkhaltig, tiefgründig, fruchtbar, gut durchwurzelbar und kann pflanzenverfügbares Wasser speichern. Der Kalklehm beziehungsweise die Terra fusca ist mittel- bis tiefgründig, steinig und kalkhaltig. Sie entstand aus verwitterten tertiären Meeresablagerungen im Zusammenhang mit einem kalkhaltigen Algenriff.
Rebsorten und Weinstil
Aus dem Laubenheimer Johannisberg sind Grauburgunder und Weißburgunder dokumentiert. Die Löss-Pararendzina-Parzellen werden mit gelbfruchtigen Weinen sowie Noten von Apfel, Pfirsich, Birne und Zitrus, einer sanften Säure und mittlerer bis kräftiger Struktur verbunden. Auf Kalklehm und Terra fusca entstehen vollere, fruchtige Weine mit sanfter Säure, Mango- und Aprikosennoten sowie rauchigen Tönen; dafür ist ausreichende Reife erforderlich.
Namensgeschichte
Der Name der Weinlage verweist auf früheren Besitz des Johannisklosters. Der überlieferte historische Zusammenhang berichtet von einer um 1100 durch einen Mainzer Erzbischof begründeten klösterlichen Gemeinschaft, deren Basilika Johannes dem Täufer gewidmet wurde.