Lage und Landschaft
Idig ist eine klassifizierte Weinbergslage in Königsbach im Anbaugebiet Pfalz. Die nach Süden bis Süd-Südost ausgerichtete Lage weist eine Neigung von etwa 20 Prozent auf und liegt rund 145 bis 180 Meter über dem Meeresspiegel.
Klima und Boden
Die Haardt und der Rolandsberg schützen vor kalten Westwinden. Abströmende Luft vom Stabenberg hält Reben und Trauben trocken. An langen Sommertagen reicht die Sonneneinstrahlung bis in den Abend. Der Weinberg liegt auf einem mächtigen Kalksteinmassiv aus tertiären Kalkablagerungen, die mit der Absenkung des Oberrheingrabens verbunden sind. Die Terra fusca des Oberbodens entstand aus Kalk und Ton und enthält Kalksteine, Buntsandsteingeröll und Basalt.
Fläche und Reben
Die klassifizierte Fläche umfasst etwa 6,53 Hektar; als klassifizierte Rebsorten führt der VDP Riesling und Spätburgunder. A. Christmann bewirtschaftet davon 2,8 Hektar Riesling und 0,8 Hektar Spätburgunder. Die Rieslingparzellen umfassen alte, teilweise wurzelechte Reben sowie jüngere Reben; als Pflanzjahr ist 1995 dokumentiert. Der Spätburgunder steht in zwei oberen Parzellen, die 1977 sowie 2008 mit französischen Massale-Selektionen bepflanzt wurden.
Klassifikation und Geschichte
Idig ist als VDP.GROSSE LAGE klassifiziert. Trockene Weine aus solchen Lagen werden nach den VDP-Klassifikationsregeln als VDP.GROSSES GEWÄCHS bezeichnet. Die Lage ist seit dem 14. Jahrhundert als Hofkammergut der pfälzischen Kurfürsten dokumentiert. Nach Angaben von A. Christmann entstand der besondere Besitz durch mehr als 400 Jahre im Besitz der Pfalzgrafen.
Lese und Ausbau
A. Christmann liest Riesling und Spätburgunder selektiv von Hand und erntet die Trauben in kleinen Kisten. Der Idig-Riesling vergärt spontan in Holzfässern. Beim Idig-Spätburgunder erfolgt die spontane Gärung mit zehn Prozent Ganztrauben; der Jahrgang 2021 reifte bis Januar 2023 in Barriques, davon zehn Prozent in neuem Holz.