Lage und Einordnung
Hörnchen ist eine amtlich erfasste Einzellage in der Gemeinde und Gemarkung Laubenheim in der Weinbauregion Nahe. Sie gehört zum Bereich Nahetal und zur Großlage Schlosskapelle. Im Weinlagenverzeichnis von Rheinland-Pfalz waren 2024 insgesamt 19,4 Hektar Rebfläche eingetragen.
Landschaft und Böden
Die Weinberge Laubenheims liegen zwischen der Nahe und dem Südosthang des Hunsrücks. Die windgeschützten Talhänge des unteren Nahegebiets werden als für den Weinbau günstig beschrieben. Ein historischer weinbaulicher Bericht ordnete Hörnchen gemeinsam mit der benachbarten Bezeichnung Kommissär ein und nannte für diese zusammengefasste Lage Lehm- und Roterdeböden.
Rebsorten und Weine
Historisch wurden für die Gruppierung Kommissär–Hörnchen Riesling und kleinere Anpflanzungen von Sylvaner verzeichnet. Für Hörnchen sind aus neuerer Zeit Riesling, Roter Riesling und Grauburgunder dokumentiert. Zu den belegten Weinen zählen trockener Riesling, trockener Roter Riesling sowie ein trockener Grauburgunder Spätlese.
Historische Belege
Auf dem Laubenheimer Hörnchen sind Reste einer römischen Wasserleitung in einer Sandgrube dokumentiert. Außerdem erscheint die Bezeichnung Hörnchen auf einer historischen Weinbaukarte der Nahe aus dem Jahr 1901.