Lage und Einordnung
Hipperich ist eine klassifizierte Einzellage in Guldental in der Nahe-Weinbauregion. Das amtliche Weinlagenverzeichnis führt die Lage unter Guldental, Gemarkung Heddesheim, mit 60,0 Hektar bestockter Rebfläche.
Ausrichtung und Böden
Die Parzellen sind nach Südwesten bis Süden ausgerichtet und weisen eine Hangneigung von etwa fünf bis 30 Prozent auf. Hipperich wird von verwittertem Rotliegend mit rötlichem sandigem Lehm geprägt. Im unteren beziehungsweise mittleren Bereich wird der Boden als verwitterter roter Sandstein mit rötlicher sandiger Lehmbeimischung beschrieben; im oberen Teil finden sich tonreiche Böden mit hohem Kiesanteil.
Mikroklima und Rebsorten
Der obere Bereich gilt als kühler und windiger als der untere. Die längere Reifeperiode wird insbesondere mit Riesling in Verbindung gebracht, während Grauburgunder und Chardonnay dem Bereich des roten Sandsteins zugeordnet werden.
Weine und Ausbau
Dokumentiert sind aus Hipperich Riesling Kabinett und Spätlese sowie Grauburgunder, Chardonnay, Gewürztraminer und Scheurebe in trockenen, feinherben, halbtrockenen und süßen Ausprägungen. Ein Riesling Kabinett wurde mit leichter Restsüße und frischer, aromatischer Stilistik beschrieben. Für einen Jahrgang 2005 sind 45-jährige Rieslingreben, eine selektive Lese Mitte Oktober, ein auf 30 Hektoliter je Hektar reduzierter Ertrag, Maischestandzeit, 21 Tage kontrollierte Gärung und der Ausbau auf der Feinhefe bis Februar 2006 dokumentiert. Eine Riesling Spätlese trocken aus dem Jahrgang 2016 wurde kühl gelesen, länger maischegestanden, schonend gepresst und langsam vergoren.