Lage und Einordnung
Hinkelstein ist eine offiziell anerkannte Einzellage in Bad Kreuznach im Weinbaugebiet Nahe. Das Weinlagenverzeichnis des Landes Rheinland-Pfalz führt die Fläche mit rund 42,3 Hektar.
Relief und Böden
Die nach Südwesten bis Süden ausgerichteten Hänge weisen Neigungen von etwa fünf bis 30 Prozent auf. Beschrieben sind lehmige Schotterböden über Ton tertiären Ursprungs, örtlich mit feinsandigem Lehm. In Teilen der Lage werden zudem steinige Porphyrböden mit lokal höherem Tonanteil genannt.
Name und Rebsorten
Der Flurname Hinkelstein ist seit 1612 belegt und bezog sich auf einen damals dort aufgefundenen unbearbeiteten Kalksteinblock. Als wichtigste Rebsorte gilt Riesling. Daneben sind Pflanzungen oder Weine aus Sauvignon Blanc, Grauburgunder, Weißburgunder, Chardonnay, Dornfelder und Spätburgunder dokumentiert.
Bewirtschaftung und Weinstil
Dokumentiert sind trockene Riesling-Auslesen, trockene Chardonnay-Spätlesen sowie trockene Grauburgunder- und Weißburgunderweine. Für eine Grauburgunder-S-Auswahl aus Hinkelstein werden etwa 30 Jahre alte Reben, ein Ertrag von rund 40 Hektolitern je Hektar, vollständige selektive Handlese und mindestens zwei Lesedurchgänge angegeben. Der Wein erhält verlängerten Maischekontakt, wird schonend gepresst, in neuen deutschen Stückfässern vergoren und etwa acht Monate auf der Hefe ausgebaut.
Für einen Weißburgunder S aus Hinkelstein und Felsenberg sind etwa 40 Jahre alte Reben, rund 45 Hektoliter je Hektar und vollständige selektive Handlese dokumentiert. Die Vergärung und der Ausbau erfolgen ebenfalls etwa acht Monate auf der Hefe in neuen deutschen Stückfässern.