Lage und Einordnung
Der Goldberg liegt in der Gemeinde Osthofen im Wonnegau, einer Teilregion von Rheinhessen. Als Einzellage ist er der Großlage Pilgerpfad im Bereich Wonnegau des Qualitätsweinbaugebiets Rheinhessen zugeordnet. Eingetragen sind die Gemeinde und Gemarkung Osthofen.
Gelände und Böden
Die Weinberge liegen auf etwa 92 bis 131 Metern über dem Meeresspiegel. Die Ausrichtung verändert sich von Süden in Richtung Osten. Der Boden besteht aus Löss über Pararendzina, der aus während der Eiszeiten abgelagertem kalkhaltigem Staub entstand. Er ist kalkhaltig, tiefgründig, gut durchwurzelbar und wasserspeichernd. Der Goldberg wird als Kalksteinlage beschrieben; eine dokumentierte Parzelle von Karl May enthält Kalkmergel und Kalkstein.
Reben und Weine
Für die Ernte 2024 sind 60,3 Hektar bestockte Rebfläche verzeichnet. Riesling ist als Hauptsorte dokumentiert, außerdem werden Chardonnay und weitere Sorten angebaut. Goldberg-Weine werden mit kühler, salziger Mineralität, gelbfruchtigen, an Apfel, Pfirsich, Birne und Zitrus erinnernden Noten, erfrischender Säure und mittlerer bis kräftiger Struktur verbunden. Ein Wein aus einer ursprünglichen Goldberg-Parzelle von Karl May ist ein trockener Riesling.
Geschichte und Bewirtschaftung
Der Goldberg ist seit 1837 historisch dokumentiert; damals wurden seine geschützte Lage und Reifevorteile festgehalten. Auf dem Hügel ist seit dem sechsten Jahrhundert eine dem heiligen Remigius gewidmete Kapelle belegt, im elften Jahrhundert entstand dort eine Pfarrbasilika. Für den dokumentierten Karl-May-Riesling sind spontane Gärung im Edelstahl sowie der Ausbau auf der Feinhefe bis zur Abfüllung angegeben. Die betreffende Parzelle weist Erträge von 15 bis 30 Hektolitern je Hektar und Rebenalter von 25 und 36 Jahren auf.