Lage · Rheinhessen

Geisterberg

Lage und Einordnung

Der Geisterberg ist eine geschützte Einzellage im Weinbaugebiet Rheinhessen, Bereich Bingen, Großlage Adelberg. Die Lage erstreckt sich über Erbes-Büdesheim und Flonheim einschließlich des Flonheimer Ortsteils Uffhofen. Im Weinlagenregister ist sie unter der Nummer 710211 als gemeinde- und ortsteilübergreifende Einzellage geführt. Die dokumentierte Rebfläche beträgt 52 Hektar; davon entfallen laut Register 4,2 Hektar auf Erbes-Büdesheim, 47,4 Hektar auf Flonheim und weniger als ein Hektar auf Uffhofen.

Höhenlage, Ausrichtung und Böden

Der Geisterberg liegt auf etwa 165 bis 222 Metern Höhe. Die Ausrichtung reicht von Südwesten und Westen bis nach Nordosten. Dokumentiert sind Rotliegend- und Rigosolböden mit kalkhaltigem Lehm und feinsandigen Ablagerungen sowie flach- bis mittelgründige, kalkhaltige und steinige Tonlehme mit begrenzter pflanzenverfügbarer Wasserspeicherung. Hinzu kommen Vulkanstein- und Braunerdeböden aus dunkler Lava des Rotliegend, die flach, sehr steinig und sandig-lehmig sind und eine begrenzte Wasserspeicherung sowie eingeschränkte Durchwurzelung aufweisen. Beschrieben werden außerdem quarzreicher Sandstein, Sandsteinverwitterung, lehmig-sandiger Löss und ein nach oben zunehmender Buntsandsteinanteil.

Klima und Weinstil

Das Klima rund um den Geisterberg wird von einem Flonheimer Weingut als kühl beschrieben und mit frischen, mineralisch ausgerichteten Weinen verbunden. Die Rotliegend- und Rigosolböden werden mit mineralischen Komponenten, lebendiger Säure, Fruchtaromen und Reifepotenzial in Verbindung gebracht. Für die Vulkanstein- und Braunerdeböden werden lebendige Mineralität, elegante Frucht, fein ausbalancierte Säure, strukturelle Tiefe und Reifepotenzial angegeben.

Dokumentierte Weine aus dem Flonheimer Geisterberg gibt es unter anderem aus Sauvignon Blanc, Scheurebe, Blauem Spätburgunder und Grauburgunder. Für einen Sauvignon Blanc aus dem Jahrgang 2023 wurden die Trauben in mehreren selektiven Durchgängen von Hand gelesen; ein Teil des Weins reifte im Holz. Eine Scheurebe wurde aus selektiv von Hand gelesenen Trauben erzeugt, drei Tage auf der Maische belassen, spontan vergoren und auf der Feinhefe ausgebaut.

Herkunft des Namens

Der Lagenname ist für das Jahr 1756 als „hinter der Geister Mühl“ dokumentiert und bezieht sich auf die nahe Geistermühle.

Anbaugebiet
Rheinhessen

Ausgewählte Weine

Wein aus dem Anbaugebiet Rheinhessen