Lage und Bezeichnung
Bratenhöfchen ist der historische Name einer Weinbergsfläche oberhalb von Bernkastel in der Gemeinde Bernkastel-Kues an der Mosel. Die Bezeichnung ist auf der historischen Mosel-Weinbaukarte des Regierungsbezirks Trier von 1906 verzeichnet. Seit 2025 sind Bratenhöfchen und Matheisbildchen in die neu abgegrenzte Einzellage Bernkasteler Badstube eingegliedert; Bratenhöfchen ist damit eine historische Weinlagenbezeichnung und zugleich ein kleinerer geografischer Name.
Ausrichtung und Böden
Die Fläche ist überwiegend west-südwestlich ausgerichtet. Die Hangneigung liegt zwischen etwa 15 und 55 Prozent. Für eine dokumentierte Versuchsparzelle werden eine Höhenlage von ungefähr 200 Metern, Südwestexposition und eine Neigung von rund 40 Prozent angegeben.
Die Böden bestehen aus mittelgründigem, steinigem und teilweise tonreichem Tonschiefer-Verwitterungsboden. Außerdem ist frischer, steiniger Tonschiefer-Verwitterungsboden dokumentiert.
Rebsorte und Weintradition
Für Bratenhöfchen ist Riesling belegt; ein Erzeuger gibt an, seine Flächen dort ausschließlich mit Riesling zu bepflanzen. Historische Verzeichnisse führen Bernkasteler Bratenhöfchen Riesling als Spätlese und Eiswein.
Phänologische Beobachtungen
Eine etwa ein Hektar große Weinbergsfläche in Bratenhöfchen wurde von 1967 bis mindestens 2001 für Beobachtungen zur Rebenphänologie genutzt.