Lage und Landschaft
Weiler bei Bingen liegt auf den Höhen oberhalb der Nahemündung am Fuß des Hunsrücks, etwa zwei Kilometer von Bingen entfernt. Die Gemeinde umfasst rund 2.283 Hektar. Felder und Wiesen liegen vor allem im Norden und Westen, während sich im Osten ausgedehnte Weinberge erstrecken. Zum Gemeindegebiet gehört außerdem ein Teil des rund 2.000 Hektar großen Binger Waldes nördlich der Siedlung.
Weinbau an der Nahe
Weiler bei Bingen gehört zum Weinbaugebiet Nahe, das als mild und vergleichsweise trocken beschrieben wird. Für die Weinlagen im unteren Nahetal zwischen Bingen und Bad Kreuznach werden insbesondere Burgundersorten und rote Rebsorten genannt. Im Weilerer Gemarkungsbezirk sind Abtei Rupertsberg mit 1,6 Hektar, Klostergarten mit 25,1 Hektar und Römerberg mit 7,4 Hektar eingetragen.
Abtei Rupertsberg
Die Lage Abtei Rupertsberg ist mit Parzellen in Weiler bei Bingen und Bingen am Rhein gemarkungsübergreifend eingetragen. Sie weist eine südliche Ausrichtung auf, liegt auf etwa 120 bis 180 Metern Höhe und hat eine Hangneigung von 50 bis 60 Prozent. Als Böden sind verwitterter Grauschiefer und Phyllitschiefer dokumentiert; die klassifizierte Rebsorte der VDP-Lage Binger Abtei Rupertsberg ist Riesling.
Geschichtlicher Bezug
Der Name Weiler ist erstmals in einer Urkunde von 823 belegt. Archäologische Funde weisen auf eine frühere Besiedlung und römische Aktivitäten hin. Durch Weiler führte eine römische Militär- und Handelsstraße von Mainz über Bingen in Richtung Trier; die Reste einer römischen Villa rustica liegen etwa drei Kilometer von der Gemeinde entfernt. Hildegard gründete 1147 das Kloster Rupertsberg. Die Gemeindegeschichte verzeichnet außerdem ein mit der Rupertsberg-Tradition verbundenes Klostergut in Weiler.