Lage und Klima
Wallhausen liegt im Gräfenbachtal der Nahe-Weinbauregion, etwa 10 Kilometer von Bad Kreuznach entfernt. Der Ort ist von Weinbergen und dem Soonwald umgeben. Die Rebflächen liegen im Regenschatten des Hunsrücks und sind durch den bewaldeten Soonwald vor kalten Nordwestwinden geschützt. Das Klima gilt als mild, die Gemeinde zählt zu den niederschlagsarmen Gebieten Deutschlands.
Weinberge und Böden
Zum Gemeindegebiet gehören steile Weinbergslagen mit südlicher bis südwestlicher Ausrichtung. Der Felseneck liegt auf etwa 240 bis 310 Metern Höhe und weist Hangneigungen von 30 bis 45 Prozent auf. Die Hunsrück-Südrandstörung durchquert die Gemarkung und trennt devonische Gesteine von Rotliegend-Formationen des Saar-Nahe-Beckens. Dadurch entstehen unterschiedliche Bodentypen. Im Felseneck kommen grüner Schiefer, toniger Lehm und sandiger Lehm vor.
Weinbau und Rebsorten
Wallhausen verfügt über mehr als 350 Hektar ertragsfähige Rebfläche und zählt damit zu den größeren Weinbaugemeinden an der Nahe. Der Weißweinanbau überwiegt, während der Rotweinanbau an Bedeutung gewonnen hat. Angebaut werden unter anderem Riesling, Müller-Thurgau, Silvaner, Weißburgunder, Grauburgunder, Scheurebe, Kerner und Bacchus sowie Dornfelder, Spätburgunder, Portugieser und Dunkelfelder. Das Felseneck ist vom VDP als VDP.GROSSE LAGE® mit Riesling klassifiziert.
Geschichte und Weinbaupflege
Der Weinbau in Wallhausen reicht möglicherweise bis in die Römerzeit zurück. Die früheste genannte schriftliche Überlieferung stammt aus dem Jahr 1219, als Bischof Konrad III. von Speyer zwei Weinberge der Kirche von Wallhausen schenkte. Im Johannisberg wurden aufgegebene Steillagen im Rahmen einer Flurbereinigung neu geordnet: 19 Hektar standen für Wiederbepflanzungen bereit, darunter 8 Hektar als Querterrassen; 9 Hektar blieben als offene Landschaft zum Schutz der Biodiversität erhalten. Eine Wetterstation erfasst dort seit dem 21. April 2022 unter anderem Temperatur, Niederschlag, Blattnässe, Luftfeuchtigkeit und Wind.