Lage und Weinlandschaft
Thörnich ist eine Weinbaugemeinde in Rheinland-Pfalz am rechten, vergleichsweise flachen Ufer der Mosel. Die Weinberge liegen vor allem an den steilen Hängen auf der gegenüberliegenden Flussseite.
Steillagen und Böden
Die Thörnicher Ritsch befindet sich direkt oberhalb von Thörnich. Die sehr steile, nach Süd bis Südwest ausgerichtete Lage besteht aus schmalen Parzellen, die nahe der Mosel ansteigen. Zerbröselnder grauer Schiefer erschwert dort teilweise den Straßenbau und die Zusammenlegung von Weinbergsflächen.
Rebsorten und Weinbau
Riesling ist die wichtigste für Thörnich genannte Rebsorte. In der Ritsch werden Weine als leicht und fein strukturiert beschrieben; Thörnicher Riesling wird mit Schieferwürze und einem reduktiven Charakter verbunden. In den steilen Schieferlagen ist umfangreiche Handarbeit erforderlich, teilweise werden einzelne Parzellen getrennt ausgebaut.
Das Weinlagenverzeichnis führt Enggaß mit 8,4 Hektar, Ritsch mit 15,4 Hektar und Schießlay mit 114,9 Hektar bestockter Rebfläche. Alle drei sind als Einzellagen in der Gemarkung Thörnich ausgewiesen. Weinrechtlich gehört die Gemeinde zum Anbaugebiet Mosel, Bereich Bernkastel, Großlage Sankt Michael.
Geschichte
Thörnich ist im Prümer Urbar erstmals für das Jahr 893 als „Turinge“ und „Turnich“ belegt; der Ortsname wird wahrscheinlich keltischen Ursprungs beschrieben. Bis zur Eröffnung einer neuen Brücke im September 1963 verband eine Fähre das Hunsrückufer mit der gegenüberliegenden Eifelseite. Der Weinbau prägt die lokale Wirtschaft und Siedlungsidentität seit langer Zeit.