Ort · Nahe

Schloßböckelheim

Lage und Landschaft

Schloßböckelheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach im Nahe-Gebiet von Rheinland-Pfalz. Die Gemeinde umfasst rund 477 Hektar und gliedert sich in die Ortsteile Tal, Schloß und Kolonie sowie mehrere benannte Hofstellen. Die Nahe bildet über weite Strecken die südliche Gemeindegrenze und durchquert den Ort in einem engen Durchbruchstal.

Relief und Geologie

Das Nahetal liegt innerhalb der Gemeinde auf etwa 125 Metern Höhe, während der Heimberg mit rund 303 Metern den höchsten Punkt bildet. Steile Hänge, sanftere Anstiege und ein Höhenunterschied von ungefähr 178 Metern prägen das Relief. Der Nahe-Durchbruch mit seinen markanten Felsformationen gehört zu den Porphyrhügeln von Münster am Stein; zur Gemeinde zählt außerdem die Schloßböckelheimer Heide.

Geschichte

Schloßböckelheim gilt als erstmals in einer Urkunde vom 16. Februar 824 erwähnt, in der der Ort als „uilla Beccchilenheim“ erscheint. 1105 wurde Kaiser Heinrich IV. nach seiner Gefangennahme durch seinen Sohn Heinrich V. auf der Burg Böckelheim festgehalten. Französische Truppen ließen die Burg 1688 im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstören. Der historische Name Schloßböckelheim wurde 1911 durch einen amtlichen Erlass wiederhergestellt.

Weinbau und Lagen

Für das frühere Böckelheim ist Weinbau bereits in einem Güterverzeichnis des Klosters Rupertsberg aus dem Jahr 1128 belegt. Zu den Weinbergbezeichnungen der Gemeinde gehören Felsenberg, Mühlberg und Kupfergrube. Felsenberg und Kupfergrube sind als VDP.GROSSE LAGE® an der Nahe klassifiziert. Die Lage In den Felsen weist vulkanische Porphyrböden auf; dort wird Riesling angebaut.

Ausgewählte Weine

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