Lage und Landschaft
Die Kupfergrube ist eine Weinbergslage in Schloßböckelheim im Anbaugebiet Nahe. Ihre terrassierten Weinbergshänge liegen unmittelbar unterhalb einer massiven vulkanischen Felswand. Die Lage erstreckt sich auf etwa 120 bis 250 Metern Höhe und weist eine Hangneigung von rund 30 bis 70 Prozent auf.
Böden und Mikroklima
Der geologische Untergrund besteht aus vulkanischem Porphyr und verwittertem Melaphyr. Dunkle, mineralreiche vulkanische Verwitterungsböden mit hohem Feinerd- und Gesteinsanteil sind locker und stark wasserdurchlässig. Die Süd- bis Südwest-Ausrichtung, die geschützte Position und die Nähe zur Nahe begünstigen ein wärmeres lokales Mikroklima. Im Sommer können die durchlässigen Böden zu trockenen Bedingungen beitragen.
Geschichte und Klassifikation
Die Kupfergrube entstand auf einem früheren Gebiet der Kupfersuche beziehungsweise des Kupferbergbaus. Der Name bezeichnet eine Kupfergrube. Der preußische Staat erwarb das Areal 1901 und entwickelte das steile, felsige Gelände zu terrassierten Weinbergen; 1903 wurden die ersten Reben gepflanzt. Eine Riesling-Trockenbeerenauslese des Jahrgangs 1921 erreichte 308 Grad Oechsle und brachte der Lage internationale Anerkennung.
Der VDP klassifiziert die Kupfergrube als VDP.GROSSE LAGE mit einer klassifizierten Fläche von 15,00 Hektar. Als klassifizierte Rebsorte ist Riesling angegeben; außerdem ist Weißburgunder in der Lage dokumentiert.
Dokumentierte Weine
Ein dokumentierter Riesling aus der Kupfergrube ist als trockener VDP.GROSSES GEWÄCHS klassifiziert. Er zeigt rauchige, kräuterige und würzige Merkmale sowie eine straffe Säure und einen trockenen Abgang. Der Jahrgang 2019 wurde von Hand gelesen, spontan vergoren und in Holz sowie Edelstahl ausgebaut.
Ein dokumentierter Jahrgang 2023 aus der Kupfergrube wurde aus 10- bis 30-jährigen Reben erzeugt und selektiv von Hand gelesen. Er erhielt eine kurze Maischestandzeit, wurde spontan in Edelstahl und Holz vergoren und in beiden Gefäßen ausgebaut.