Ort · Württemberg

Plochingen

Lage und Landschaft

Plochingen liegt am Zusammenfluss von Neckar und Fils in Baden-Württemberg. Das Stadtgebiet reicht vom Neckartal in Richtung Schurwald und umfasst Höhenlagen von 252 Metern am Bahnhof bis 398 Metern am Stumpenhof. Die Stadt liegt ungefähr bei 48°42′45″ nördlicher Breite und 9°15′00″ östlicher Länge.

Weinbau in der Nothalde

Die dokumentierte Hansen-Lage im Stadtteil Nothalde umfasst etwa 1,1 Hektar. Sie ist nach Süd-Südost bis Süd-Südwest ausgerichtet und weist eine mäßige Hangneigung auf. Der Boden besteht aus schwerem Knollenmergel mit unterschiedlich gefärbten Tonschichten und hellen Kalkkonkretionen. Quellen versorgen einen Teil der Fläche ganzjährig mit Feuchtigkeit. Für Riesling und weitere Rebsorten wird ein günstiges lokales Mikroklima beschrieben.

Rebsorten und Ausbau

In der Hansen-Lage wachsen Trollinger, Grüner Veltliner, Lemberger, Riesling, Kerner und Dornfelder. Die dokumentierten Anteile betragen 42 Prozent Trollinger, 22 Prozent Grüner Veltliner, 13 Prozent Lemberger, 9 Prozent Riesling, 8 Prozent Kerner und 6 Prozent Dornfelder. Durch intensiven Qualitätsschnitt ist der Jahresertrag auf etwa 7.000 Liter begrenzt. Die Weine werden sortenrein ausgebaut und gereift. Dokumentiert sind Rotweine aus Trollinger, Lemberger und Dornfelder, Weißweine aus Grüner Veltliner, Riesling und Kerner sowie Trollinger Rosé und Trollinger Blanc de Noirs. In geeigneten Jahren entstehen außerdem Sekt oder Secco aus Weißwein.

Geschichte

Der Weinbau in Plochingen ist seit dem achten Jahrhundert belegt; zu Beginn des 19. Jahrhunderts umfasste die Rebfläche noch etwa 90 Hektar. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert ging der gewerbliche Weinbau unter anderem durch veränderte Trinkgewohnheiten, industrielle Arbeitsmöglichkeiten, Unwetter und Rebkrankheiten zurück. Die Abrechnung der Kelter wurde 1929 eingestellt. Ein 1984 gegründeter Weinbauverein bepflanzte eine Fläche in der Nothalde neu und hielt dort 1986 die erste Ernte fest.

Ausgewählte Weine

Wein aus Deutschland