Lage und Landschaft
Pfedelbach ist eine Gemeinde im Hohenlohekreis in Baden-Württemberg, rund zwei Kilometer südlich von Öhringen. Sie erstreckt sich entlang des Ohrntals von der Hohenloher Ebene in südöstlicher Richtung in die Höhen des Schwäbisch-Fränkischen Waldes und liegt damit am Übergang zwischen Ebene und Keuperlandschaft.
Das Gemeindegebiet reicht von 229 Metern über dem Meeresspiegel an der Ohrn bei Tannhof bis auf 478,7 Meter am Kanzleibrückle bei Schuppach. Das gemäßigte mitteleuropäische Klima wird maritim beeinflusst und vermittelt zwischen dem milderen Neckarbecken, der kühleren Hohenloher Ebene und den höher gelegenen Waldlandschaften.
Weinbau in Pfedelbach
Von der 4.129 Hektar großen Gemeindefläche entfallen 166 Hektar auf Rebflächen. Fruchtbare Lösslehmböden über Muschelkalk und Lettenkohle schaffen die Grundlage für Wein- und Obstanbau. Das Weinbaugebiet Heuholz ist insbesondere für die Weinlage Dachsteiger bekannt.
Im Bereich Dachsteiger liegt der Heuholzer Weinlehrpfad, der über die Arbeit im Weinberg und örtlich angebaute Rebsorten informiert. Für die Lage sind unter anderem Riesling, Lemberger und Weißburgunder dokumentiert; daraus entstehen beispielsweise trockener Riesling, im Barrique gereifter trockener Lemberger und trockene Weißburgunder-Auslese.
Geologischer Rahmen
Pfedelbach liegt am Südrand einer Muschelkalkplatte. Im Gemeindegebiet treten unter anderem Lettenkohle, Lösslehm, Gipskeuper, Schilfsandstein, Bunte Mergel, Kieselsandstein und Stubensandstein auf. Die höheren Keuperlagen erhalten jährlich bis zu etwa 1.000 Millimeter oder mehr Niederschlag; als mittlere Jahreswerte werden 8,7 Grad Celsius und rund 734 Millimeter Niederschlag angegeben.
Geschichte
Pfedelbach wurde 1037 in der Öhringer Stiftungsurkunde erstmals als Phadelbach erwähnt; der Siedlungsursprung wird in das neunte oder zehnte Jahrhundert eingeordnet. Im 1604 errichteten Langen Bau befand sich ein 70 Meter langer und zwölf Meter breiter herrschaftlicher Weinkeller, der mehrere hunderttausend Liter Wein aufnehmen konnte.
Der Obergermanisch-Raetische Limes quert das Gemeindegebiet. Die römische Grenze wurde hier um 155 nach Christus angelegt und gehört seit 2005 zum UNESCO-Welterbe.