Lage und Gemeindegebiet
Pfaffenhofen liegt im Zabergäu innerhalb der Landschaft Württemberg. Zur Gemeinde gehören Pfaffenhofen und Weiler an der Zaber. Das Gemeindegebiet umfasst 1.204 Hektar, davon entfallen rund 70 Hektar auf Rebflächen.
Der Hohenberg
Der Pfaffenhofener Hohenberg liegt am Heuchelberg und weist überwiegend nach Südost, Süd und Südwest ausgerichtete Hänge auf. Die Höhenlagen werden mit etwa 220 bis 290 Metern über dem Meeresspiegel angegeben; die Hangneigungen liegen bei 15 bis 60 Prozent. Eine örtliche Beschreibung nennt einen höchsten Punkt von ungefähr 300 Metern und Neigungen bis zu 65 Prozent. Der Hohenberg wird als warme Südlage des Heuchelbergs beschrieben.
Böden und Weinbau
Der Hohenberg umfasst als klassifizierte Weinbergslage in Württemberg 52 Hektar. Der Untergrund besteht aus Gipskeuper und Schilfsandstein, wobei im unteren Bereich überwiegend Gipskeuper und im oberen Drittel Schilfsandstein vorkommen. Für die Lage sind Lemberger, Riesling und Spätburgunder verzeichnet. Der VDP führt den Hohenberg als VDP.ERSTE LAGE®; dabei handelt es sich um eine VDP-Klassifikation und nicht um eine gesetzliche deutsche Weinbergklassifikation.
Im Weinbau sind organische Düngung, gezielte Begrünung, niedrige Erträge, intensive Laubarbeit und zwei bis drei selektive Lesedurchgänge dokumentiert. Die Kellerarbeit umfasst unter anderem eine gravitationsgestützte Verarbeitung. Rotweine werden traditionell auf der Maische vergoren und überwiegend in Holzfässern ausgebaut. Bei Weißweinen kommen Ganztraubenpressung oder Maischestandzeit, schonende Pressung, spontane Gärung und eine längere Lagerung auf der Hefe zum Einsatz.
Geschichte
Pfaffenhofen wurde erstmals 1279 urkundlich erwähnt. Im späten 13. Jahrhundert stand die Siedlung unter der Herrschaft von Magenheim und Neuffen, kam 1321 teilweise und ab 1380 vollständig unter württembergische Herrschaft.