Ort · Württemberg

Nonnenhorn

Lage und Klima

Nonnenhorn ist eine Gemeinde im bayerischen Landkreis Lindau am Nordufer des Bodensees und liegt auf etwa 407 Metern Höhe. Der Ort wird als flache Landzunge am Bodensee beschrieben. Der See wirkt als großer Wärmespeicher, der Temperaturunterschiede ausgleicht. Das Weinbaugebiet Bayerischer Bodensee gehört zu den kühlklimatischen Regionen nahe den Alpen.

Böden und Weinlagen

Die Böden des Bayerischen Bodensees wurden durch frühere alpine Vergletscherungen geprägt und umfassen steinige, schwach tonige Lehme sowie sandig-tonige Kiesböden. Die Lage Seehalde war früher eine Uferzone des Bodensees und weist einen hohen Anteil an Kies und Steinen mit eingelagerten Karbonatsanden auf. Die weiter vom See entfernte Lage Sonnenbichl ist wärmer, enthält weniger grobes Material und etwas mehr Ton.

Rebsorten und Weinstil

In und um Nonnenhorn werden unter anderem Müller-Thurgau, Spätburgunder, Dornfelder, Regent, Bacchus, Grauburgunder, Riesling, Weißburgunder und Sauvignon Blanc angebaut. Müller-Thurgau wird mit leichten, eleganten Weißweinen mit milder Säure und feiner Muskatnote verbunden; Spätburgunder dient der Erzeugung eleganter, vollmundiger Rotweine. Für den Bayerischen Bodensee werden Klarheit und eine ausgeprägte Säurestruktur genannt.

Weinbau und Geschichte

Das Weinbaugebiet Bayerischer Bodensee ist rechtlich der geschützten Ursprungsbezeichnung Württemberg zugeordnet. Für Qualitätswein gilt dort ein Höchstertrag von 110 Hektolitern je Hektar ertragsfähiger Rebfläche. In Nonnenhorn wurde 1591 eine große Weinpresse, ein sogenannter Weintorkel, errichtet. Seit den frühen 1970er-Jahren ersetzten Drahtrahmen die traditionellen Einzelstöcke; begrünte Fahrgassen erleichterten den Traktoreinsatz sowie Bodenpflege und Pflanzenschutz. Zu den dokumentierten Arbeiten gehören der Rebschnitt während der Winterruhe, wiederholtes Entblättern im Sommer und die Handlese im Herbst.

Ausgewählte Weine

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