Lage und Landschaft
Mommenheim liegt im Herzen von Rheinhessen und ist von Weinbergen sowie ertragreichen Ackerflächen umgeben. Die Weinlage Mommenheimer Silbergrube befindet sich am Fuß des Zornheimer Bergs.
Weinlagen und Terroir
Der Mommenheimer Kloppenberg umfasst 43 Hektar, liegt auf 140 bis 160 Metern Höhe und ist südost- bis südwestexponiert. Mergel- und Pelosolböden aus kalkhaltigen tonigen Ablagerungen des Tertiärmeers prägen die Lage. Die Weine werden als vollmundig, moderat säurebetont und fruchtgeprägt beschrieben.
Der Mommenheimer Osterberg umfasst 79 Hektar, liegt auf 130 bis 230 Metern Höhe und weist eine Südwestexposition auf. Mergel- und Pararendzinaböden aus kalkhaltigen Lehmen und Sanden bilden das Terroir. Die Weine sind vollmundig und ausgewogen in der Säure; Weißweine werden mit exotischen Fruchtnoten, Rotweine mit dunklen Frucht- sowie rauchigen Gewürznoten verbunden. Die Silbergrube ist als Einzellage im Bereich Nierstein und in der Großlage Gutes Domtal klassifiziert und umfasst 40 Hektar. Ihre Löss- und Pararendzinaböden entstanden aus während der Eiszeiten verwehtem kalkhaltigem Staub. Das Terroirprofil steht für fruchtige, erfrischende Weine mit moderater Struktur und früher Trinkreife.
Geschichte
Mommenheim wurde am 23. Mai 766 erstmals im Lorscher Codex erwähnt. Die Gemeinde verzeichnet keltische und römische Siedlungsspuren sowie einen ausgedehnten fränkischen Friedhof nahe der Portugieserstraße. Außerdem ist überliefert, dass Karl der Große einen Weinbauhof in Mommenheim besaß. 1276 wurde Mommenheim unter Philipp von Hohenfels aus dem Haus der Staufer zum Freien Dorf.
Der Kloppenberg ist um 1290 als „vor cloppenberg“ belegt. Der Name geht auf das mittelhochdeutsche „klupf“ für Hügel oder Anhöhe zurück. Der Osterberg wurde im 12. Jahrhundert und 1436 urkundlich erwähnt; „Oster“ bezeichnet dabei eine östliche Lage. Die Silbergrube erscheint 1436 als „in der silbergruben“, wobei der Name allgemein sinnbildlich und nicht als Hinweis auf Silbervorkommen verstanden wird.
Wein vor Ort
Zahlreiche örtliche Winzer füllen ihre Weine selbst ab und verkaufen sie direkt vor Ort, unter anderem in Straußwirtschaften und örtlichen Restaurants.