Lage und Landschaft
Ilbesheim bei Landau ist eine Weinbaugemeinde im südlichen Teil der Deutschen Weinstraße in der Pfalz, etwa fünf Kilometer südwestlich von Landau. Oberhalb des Ortes erhebt sich die Kleine Kalmit mit einer Höhe von rund 270 bis 272 Metern am östlichen Rand des Naturparks Pfälzerwald.
Geologie und Weinbau
Die Kleine Kalmit ist eine tertiäre Erhebung am Rand des Oberrheingrabens. Ihr Untergrund besteht aus Landschnecken- und Cerithienkalk sowie Mergelschichten. In der Lage Kalmit liegen über dem tertiären Landschneckenkalk Mergel, Löss, Lehm und eine dünne Humusschicht. Die dokumentierten Hauptrebsorten sind Riesling, Weißburgunder und Spätburgunder.
Historische Weinbaukultur
Die gemeindeübergreifende Einzellage Kalmit wurde 2008 nach dem Einsatz Ilbesheimer Winzer angelegt. Der historische Kalmitwingert umfasst 2.900 Quadratmeter am Südwesthang der Kleinen Kalmit in der Lage Rittersberg. Dort werden 19 Erziehungsformen des Rebstocks gezeigt, die von der Antike bis in die Neuzeit dokumentiert sind. Der Bestand ist mit Weißburgunder bepflanzt.
Geschichte des Ortes
Ilbesheim wurde 760 erstmals als fränkische Siedlung Ulvinsheim erwähnt und führt seit 1828 den heutigen Namen. Die Kleine Kalmit wurde vom 14. Jahrhundert bis in die 1950er Jahre zur Kalksteingewinnung genutzt; der Kalk wurde in Ilbesheim und Arzheim in Öfen gebrannt. Am 7. November 1704 wurde im Ilbesheimer Rathaus ein Friedensvertrag zwischen Bayern und Österreich unterzeichnet.