Ort · Franken

Großostheim

Lage und Weinbau

Großostheim liegt an den östlichen Ausläufern des Odenwalds am Übergang zum Maintal im Bayerischen Untermain. Die Weinberge befinden sich in einem Seitental des Mains. Großostheim bildet den westlichsten Teil der fränkischen Weinregion. Das Weinbauklima wird als mild beschrieben.

Böden und Weinbergslagen

In Großostheim sind verwitterter Buntsandstein und Lössablagerungen als Weinbergsböden dokumentiert. Die Gemeinde verfügt über knapp 40 Hektar Rebfläche, darunter die Lagen Reischklingeberg und Harstell sowie die Großlage Heiligenthal. Reischklingeberg und Harstell sind im amtlichen Weinbergslagenregister dem Bereich Churfranken zugeordnet.

Geschichte des Weinbaus

Eine Urkunde aus dem Jahr 1270 belegt einen vier Juchart großen Weinberg am Langtalsberg. Der historische Weinbergsname „Risclinger“, der dem heutigen Reischklingeberg entspricht, ist bereits vor 1300 dokumentiert. Der Weinbau ging um 1795 zurück, trat Ende der 1820er Jahre vorübergehend wieder auf und verschwand um 1850 erneut. 1911 und 1912 wurden Versuchsflächen neu bepflanzt; die ersten Trauben dieser erneuerten Anlagen wurden 1917 gelesen.

Bezeichnungen im Weinrecht

Die Weinbergsrolle führt in Bayern Weinbergslagen, deren Namen als geografische Angaben für Qualitätswein und Prädikatswein verwendet werden dürfen. Für Großostheim sind darin Reischklingeberg und Harstell eingetragen.

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