Ort · Rheinhessen

Dienheim

Lage und Weinbau

Dienheim ist eine Weinbaugemeinde in Rheinhessen und gehört zur Verbandsgemeinde Rhein-Selz im Landkreis Mainz-Bingen. Die Gemeinde liegt zwischen Mainz und Worms sowie zwischen dem Rhein und den umliegenden Hügeln. Innerhalb der Dienheimer Gemarkung werden rund 550 Hektar Rebfläche bewirtschaftet.

Weinlagen und Böden

Der Dienheimer Tafelstein liegt auf etwa 90 bis 170 Metern Höhe und ist nach Osten bis Südosten ausgerichtet. Tiefe Löss-, Lehm- und Kalkmergelböden prägen die Lage; die beschriebenen Löss-Pararendzina-Böden sind kalkhaltig, fruchtbar und speichern pflanzenverfügbares Wasser. Riesling und Spätburgunder zählen zu den dort angebauten oder geeigneten Rebsorten.

Der Dienheimer Falkenberg liegt oberhalb von Dienheim auf etwa 140 bis 190 Metern Höhe und ist nach Osten ausgerichtet. Dort werden Mergel-Pararendzina-Böden mit kalkhaltigen Lehmen und Sanden beschrieben, die mit Ablagerungen des Tertiärmeeres verbunden sind.

Einordnung der Lagen

Falkenberg und Tafelstein sind dem Bereich Nierstein und der Großlage Güldenmorgen zugeordnet und im Weinlagenverzeichnis als Einzellagen der Dienheimer Gemarkung geführt. Die Lage Dienheimer Schloß gehört ebenfalls zum Bereich Nierstein und zur Großlage Krötenbrunnen.

Geschichtlicher Hintergrund

Der Weinbau spielt nach Angaben der Gemeinde seit der Römerzeit eine wichtige Rolle in Dienheim. Umfangreiche Neuanpflanzungen im vergangenen Jahrhundert begründeten die heutige Bedeutung als Weinbaugemeinde. Eine historische Erwähnung ist für das Jahr 754 dokumentiert. Die Namen mehrerer Weinlagen verweisen auf frühere örtliche Bezüge, darunter ein Hohlweg, eine Kreuzkapelle, ein Gut des Klosters Eberbach, ein Schloss bei Dexheim und einen Grabstein des römischen Silius.

Ausgewählte Weine

Wein aus dem Anbaugebiet Rheinhessen