Lage und Landschaft
Cossebaude liegt am linken Ufer der Elbe im oberen Elbtal in Sachsen. Die weitere Ortslage reicht von etwa 100 bis 245 Metern über NHN. Nördlich der Bahn ist das Gelände relativ eben, südlich davon stärker geneigt.
Klima und Geologie
Der Ort gehört zur thermisch begünstigten Klimazone des Elbtals. Die Cossebauder Hangstufe umfasst kreidezeitliche Plänerbildungen, die örtlich dort zutage treten, wo die Lössdecke abgetragen wurde.
Geschichte des Weinbaus
Cossebaude wurde erstmals 1071 im Benno-Urkundentext erwähnt. Historisch war der Ort bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts ein von Landwirtschaft und Weinbau geprägtes Dorf. Nach 1880 zerstörte die Reblaus die Weinberge; an ihrer Stelle wurden Obstbäume gepflanzt.
Bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts entstanden terrassierte Weinberge mit Trockenmauern und Bewässerung. Ein ehemaliger kurfürstlicher Weinberg wurde 1604 nach württembergischen Methoden als Musterweinberg angelegt und erzielte 1610 seine erste Ernte.
Weinbau heute
Für Cossebaude sind mindestens seit 1311 bewirtschaftete Weinberge dokumentiert. Eine örtliche Winzergemeinschaft gibt eine Rebfläche von 1,5 Hektar an. Zu den dort angebauten Rebsorten zählen Müller-Thurgau, Goldriesling, Weißer Burgunder, Ruländer, Traminer, Riesling, Kerner und Spätburgunder. Der Bauernberge ist als Einzellage im Zusammenhang mit Cossebaude registriert.