Lage und Gemeinde
Aspisheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz und gehört zur Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen. Der Ort liegt in einem westwärts geöffneten Tal am Westrand des Rheinhessischen Hügellands, im südöstlichen Teil des Binger Raums. Hier geht das rheinhessische Hügelland in Richtung Nahe und Rhein über.
Klima und Landschaft
Aspisheim ist vor östlichen und nordöstlichen Winden geschützt. Für Rheinhessen werden rund 1.600 Sonnenstunden im Jahr, eine Vegetationsperiode von etwa 240 Tagen, mittlere Jahrestemperaturen von 8,6 bis 10,6 °C und durchschnittliche Niederschlagsmengen von 470 bis 730 Millimetern angegeben. Der höchste Punkt im nördlichen Rheinhessen liegt bei 272,5 Metern über dem Meeresspiegel.
Weinlagen und Böden
Zum 582 Hektar großen Gemeindegebiet gehören mehr als 250 Hektar Rebfläche, die den Einzellagen Johannisberg und Sonnenberg zugeordnet sind. Der Aspisheimer Johannisberg umfasst 110 Hektar und liegt auf 180 bis 260 Metern Höhe mit Nordwest- bis Westausrichtung. Der Aspisheimer Sonnenberg umfasst 133 Hektar, liegt auf 150 bis 250 Metern und ist von West- in Südlage ausgerichtet.
Am Johannisberg finden sich Mergel beziehungsweise Pelosol aus kalkhaltigen Tonablagerungen des Tertiärmeers sowie Sand beziehungsweise Regosol aus tertiären Küstensanden, Geröll und Kies. Der Sonnenberg weist ebenfalls Mergel und Pelosol auf; außerdem gibt es Löss und Schwarzerde mit hohem Humusgehalt und guten Durchwurzelungsbedingungen. Die Böden des Johannisbergs werden mit körperreichen, dichten Weinen mit mäßiger Säure beziehungsweise mit lebhaften, schlanken Weinen mit ausgeprägter Säure verbunden. Am Sonnenberg entstehen körperreiche Weiß- und Rotweine sowie fruchtige, mittelkräftige Weine mit abgerundeter Säure.
Geschichte
Archäologische Funde belegen eine Besiedlung in der Steinzeit sowie ein römisches Bad einer Villa rustica und einen merowingerzeitlichen Bestattungsplatz. Aspisheim ist in einer Schenkung an das Kloster Lorsch vom 7. März 767 dokumentiert; 2017 beging die Gemeinde ihr 1.250-jähriges Bestehen. Der Name Johannisberg verweist auf den früheren Besitz des Mainzer Stadtklosters St. Johannes.